Notar, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Notars · Nominativ Plural: Notare
Aussprache 
Worttrennung No-tar (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Notar‹ als Erstglied: ↗Notargebühr · ↗Notarkosten · ↗notariell · ↗notarisch
Herkunft aus notāriuslat ‘(Schnell-)Schreiber, Sekretär’ < notalat ‘Zeichen, Schriftzeichen, schriftliche Anmerkung, Schriftstück’ (Note)
eWDG

Bedeutung

Jurist, zu dessen Aufgabengebiet vor allem Beurkundungen und Beglaubigungen gehören und der meist in einem Staatlichen Notariat tätig ist
Beispiel:
der Notar beglaubigte die Unterschrift
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Notar · Notariat · notarisch · notariell
Notar m. ‘staatlich vereidigter Volljurist, der beglaubigt und beurkundet’, ahd. nōtāri ‘Schreiber’ (10. Jh.), spätmhd. notære, notarje, noter, noder, frühnhd. Notari, Notar, Entlehnung aus lat. notārius ‘(Schnell)schreiber, Sekretär’, mlat. ‘durch kaiserliche Verfügung bestellter öffentlicher Schreiber, Gerichtsschreiber’, einer Ableitung von lat. notāre ‘kennzeichnen, kurz aufzeichnen, sich anmerken, tadeln’ (s. ↗notieren), zu lat. nota ‘Zeichen, Schriftzeichen, schriftliche Anmerkung, Schriftstück’ (s. ↗Note). Notariat n. ‘Amt, Kanzlei eines Notars’ (16. Jh.), mlat. notariatus. notarisch Adj. ‘von einem Notar ausgefertigt und beglaubigt’ (16. Jh.); später notariell Adj. (19. Jh.), mit französierender Endung.

Thesaurus

Jura
Synonymgruppe
Notar [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Notar‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Notar‹.

Verwendungsbeispiele für ›Notar‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und nach deutschem Recht darf ein Notar nicht mit Maklern zusammenarbeiten.
Süddeutsche Zeitung, 23.10.1999
Der Herr fuhr zuerst nach S., unterfertigte dort sein Testament bei dem Notar.
Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 02.03.1926
Der Notar soll veranlassen, daß das Testament unverzüglich in besondere amtliche Verwahrung gebracht wird.
o. A.: Beurkundungsgesetz. In: Schönfelder: Deutsche Gesetze : Sammlung des Zivil-, Straf- und Verfahrensrechts (Ergänzungslieferung), München: Beck 1997
Die Ämter der Grundherren befanden sich sehr häufig in den Händen von Notaren.
Tapié, Victor-Lucien: Das Zeitalter Ludwigs XIV. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 1960
Aber der Notar vermochte das aufbrechende Gefühl klug zu beschatten.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das dritte Reich des Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1925], S. 783
Zitationshilfe
„Notar“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Notar>, abgerufen am 25.01.2021.

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