Note, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Note · Nominativ Plural: Noten
Aussprache  [ˈnoːtə]
Worttrennung No-te
eWDG

Bedeutungen

1.
a)
Zeichen für einen Ton
Beispiele:
Noten schreiben, stechen, lesen
nach Noten singen, spielen
welche Note ist das?
ganze, halbe Noten
salopp, übertragen jmdn. nach Noten verprügelnjmdn. tüchtig verprügeln
Beispiele:
jmdn. nach Strich und Noten betrügen
er kriegte Schläge nach Noten
der durch das Zeichen angegebene Ton
Beispiele:
er verfehlt keine Note
er trifft jede Note
die Note länger aushalten
man lehnte sich in grell lackierte Sessel, hörte springenden oder schmachtenden Noten zu [ H. Mann2,224]
b)
Heft, Buch mit Kompositionen
Grammatik: nur im Plural
Beispiele:
Noten kaufen, leihen
er brachte Noten mit
die Noten für ein Duo, Quartett
ohne Noten (= auswendig, nach Gehör) singen, spielen
2.
Diplomatie förmliche schriftliche Mitteilung im diplomatischen Verkehr
Beispiele:
zwischen den Regierungen wurden Noten gewechselt
der Botschafter überreichte, schickte dem Außenminister eine Note
ein Austausch diplomatischer Noten
3.
Bemerkung, Anmerkung
Beispiele:
in einer Note etwas festhalten
es sei mir erlaubt, deinem Glaubensbekenntnis als Note und erklärendes Beispiel die Erzählung hinzuzufügen [ E. T. A. Hoffm.Serapionsbrüder3,333]
4.
Geldschein, Banknote
Beispiele:
Noten drucken, fälschen, aus dem Verkehr ziehen
er hatte eine größere Summe Geldes in Noten, zog eine kleinere Note aus der Brieftasche
Da ist das Geld, außer italienischen Noten einige österreichische [ RennKindheit82]
5.
Beurteilung, Zensur im Zeugnis
Beispiele:
jmdm. die Note 1 geben
er hat in Mathematik die Note ›ausreichend‹ erhalten
sie hat gute, schlechte Noten bekommen
6.
eine besondere Noteein besonderes Gepräge, eine Eigenart
Beispiele:
etw. verleiht jmdm. eine eigene, persönliche Note
die aufgesetzten Taschen geben dem Kleid die sportliche, jugendliche, moderne Note
der Raum erhält durch die Leuchter eine festliche Note
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Note f. ‘graphisches Zeichen für einen Ton’, entlehnt aus lat. nota ‘Kenn-, Merk-, Schrift-, Tonzeichen, Anmerkung’, ablautende Bildung zu lat. nōscere (nōtum) ‘kennenlernen, erkennen, anerkennen, prüfen, untersuchen’. Das lat. Substantiv ist mehrfach ins Dt. entlehnt worden. Ahd. nō̌ta (8. Jh.), mhd. note ‘Kennzeichen, Merkmal, Merk-, Erinnerungszeichen’, auch ‘Tonzeichen’ und (unter Einfluß von afrz. note?) ‘gespielte Melodie’, dann ‘Zensurenurteil, erklärende schriftliche Anmerkung, Bermerkung (zu einem Text)’ (18. Jh.), dazu Fußnote ‘erläuternde Anmerkung am unteren Ende einer Buchseite’ (2. Hälfte 19. Jh.). Die Bedeutung ‘förmliche diplomatische Mitteilung einer Regierung’ (Ende 18. Jh.) folgt wohl engl. note ‘diplomatisches Schreiben’, dazu (analog zu Briefwechsel) Notenwechsel (19. Jh.). Note ‘Geldschein’ (19. Jh.) ist (wie gleichbed. engl. note aus engl. banknote) verkürzt aus Banknote (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Beurteilung · Note · Zensur · Zeugniszensur  ●  Schulnote  Hauptform
Synonymgruppe
Banknote · Geldschein · Note · Notenschein · Papiergeld  ●  Lappen  derb · Nötli  ugs., schweiz. · Schein  ugs.
Oberbegriffe
  • Geld  ●  klingende Münze  fig. · Asche  ugs. · Bimbes  ugs. · Chlübis  ugs., schweiz. · Devisen  ugs. · Diridari  ugs., bairisch · Eier  ugs. · Euronen  ugs. · Flöhe  ugs. · Forinthen  ugs. · Heu  ugs. · Kies  ugs. · Klicker  ugs. · Klöpse  ugs. · Knack  ugs. · Knete  ugs. · Kohle  ugs. · Koks  ugs. · Krönchen  ugs. · Kröten  ugs. · Lehm  ugs. · Mammon  geh., abwertend, biblisch · Marie  ugs. · Moneten  ugs. · Moos  ugs. · Murmeln  ugs. · Mäuse  ugs. · Möpse  ugs. · Ocken  ugs. · Patte  ugs. · Penunse  ugs. · Penunze  ugs. · Piepen  ugs. · Pinke  ugs. · Pulver  ugs. · Radatten  ugs. · Rubel  ugs. · Rubelchen  ugs. · Räppli  ugs., schweiz. · Scheinchen  ugs. · Scheine  ugs. · Schlotten  ugs. · Schotter  ugs. · Steine  ugs. · Zaster  ugs. · Öcken  ugs.
  • Bargeld  ●  Bares  ugs. · Cash  ugs., engl.
Assoziationen
Politik
Synonymgruppe
Memorandum · Note
Synonymgruppe
Musik
Synonymgruppe
Musiknote · Note · Notenzeichen
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Aussehen · Gepräge · Note  ●  Anstrich  fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Note‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Note‹.

Verwendungsbeispiele für ›Note‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber, fällt ihm dann ein, sehen Noten nicht auch aus wie kleine Tropfen? [Wondratschek, Wolf: Mozarts Friseur, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 76]
Er hat vor, ein Brot mit eigener Note zu backen. [Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 21]
Eine neue Note darf man in einer verstärkten erkenntnistheoretischen Kritik sehen. [Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 2072]
Ob das improvisiert geschah oder nach Noten, ist weniger wichtig. [Zingel, Hans Joachim: Harfenmusik. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1956], S. 39251]
Sie singen es dreihundertsechzigmal am Tag – nachher verkaufen sie die Noten. [Tucholsky, Kurt: Pars -! In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1926]]
Zitationshilfe
„Note“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Note>.

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