Notgeld, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungNot-geld
WortzerlegungNotGeld
eWDG, 1974

Bedeutung

historisch in Kriegszeiten, in der Inflation vorübergehend in Umlauf gesetztes Geld
Beispiele:
schwedisches Notgeld
Jetzt sammeln die Knirpse Notgeld, Papiermark, Briefmarken und machen damit Börse [A. ZweigElfenbeinfächer180]

Typische Verbindungen
computergeneriert

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Notgeld‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im Alter von acht Jahren fing Pick 1930 mit dem Sammeln von Notgeld nach der Inflation an, wegen der "netten Bilder".
Süddeutsche Zeitung, 29.12.1997
Schuld war der rapide Wertverfall der Reichsmark, demzufolge musste man sich mit Notgeld selbst behelfen.
Die Welt, 08.04.2000
In einer Zeit hoher Arbeitslosigkeit brachte das zinsfreie lokale Notgeld den beiden Gemeinden in kurzer Zeit erstaunlichen wirtschaftlichen Erfolg.
Der Tagesspiegel, 27.07.1999
Schon kurz nach der Einführung des Notgelds ist in einem internen Schreiben der Bank von der »Abstellung dieses Unfugs« die Rede.
Die Zeit, 27.12.2010, Nr. 52
Auch bei diesem Sprachgeld gibt es abgegriffene Münzen, funkelnagelneu geprägte Stücke, fremdländische Eindringlinge, beschmutzte und zerfetzte Scheine, Notgeld und Fälschungen.
Völkischer Beobachter (Reichsausgabe), 02.03.1928
Zitationshilfe
„Notgeld“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Notgeld>, abgerufen am 22.11.2019.

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