Nuss, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Nuss · Nominativ Plural: Nüsse
Aussprache
Ungültige SchreibungNuß
Rechtschreibregeln§ 2
Wortbildung mit ›Nuss‹ als Erstglied: ↗Nuss-Schale · ↗Nuss-Schinken · ↗Nuss-Schokolade · ↗Nussbaum · ↗Nussbeugel · ↗Nussbrikett · ↗Nussbutter · ↗Nussfülle · ↗Nussfüllung · ↗Nusskern · ↗Nusskipfel · ↗Nusskipfl · ↗Nussknacker · ↗Nusskohle · ↗Nusskuchen · ↗Nussschale · ↗Nussschinken · ↗Nussschokolade · ↗Nusstorte · ↗Nussöl · ↗nussbraun
 ·  mit ›Nuss‹ als Letztglied: ↗Aschantinuss · ↗Behennuss · ↗Bennuss · ↗Erdnuss · ↗Haselnuss · ↗Kalbsnuss · ↗Kokosnuss · ↗Kopfnuss · ↗Muskatnuss · ↗Paranuss · ↗Pfeffernuss · ↗Walnuss · ↗Zaubernuss
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
essbare, ölhaltige, mit einer trockenen, harten Schale umgebene Frucht, besonders des Walnussbaums und Haselstrauchs
Beispiele:
eine taube, leere, hohle, (un)reife, grüne, harte Nuss
kandierte, geröstete, geschälte Nüsse
Nüsse knacken, aufbrechen
umgangssprachlich Nüsse aufmachen
Nüsse pflücken, ernten, trocknen
Denn Äpfel, Nuß und Mandelkern / Fressen fromme Kinder gern [StormKnecht Rupr.]
umgangssprachlich, bildlich
Beispiele:
das ist eine harte Nuss (= ist eine sehr schwierige Aufgabe, ein sehr schwer zu lösendes Problem)
harte Nüsse zu knacken haben, zu beißen bekommen
jmdm. eine, manche Nuss zu knacken geben (= jmdm. eine schwierige Aufgabe stellen)
etw. ist eine taube Nuss (= völlig wertlos)
2.
in Verbindung mit bestimmten Adjektiven
übertragen bezeichnet eine Person
Beispiele:
salopp, abwertend du bist (vielleicht) eine alberne, komische Nuss!
salopp, abwertend der Lauterbach ist ja 'ne doofe Nuß (= beschränkter Mensch, Einfaltspinsel) [FalladaKleiner Mann73]
3.
salopp Kopf
Beispiele:
jmdm. eins auf die Nuss geben (= jmdm. einen Schlag auf den Kopf geben)
du kriegst gleich eins auf die Nuss
eine Nuss (= einen leichten Schlag auf den Kopf, eine Kopfnuss, Ohrfeige) kriegen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nuß · Nußknacker
Nuß f. ‘Frucht mit harter Schale, deren eßbarer Kern’, ahd. (h)nuʒ (um 800), mhd. nuʒ, mnd. not, aengl. hnutu, engl. nut, mnl. not, nōte, nuete, nl. noot, anord. hnot, schwed. nöt (germ. *hnut-) führen wie gleichbed. lat. nux (aus *knuks) auf ie. *kneu- (wozu mir. cnū ‘Nuß’, auch ↗Nocken, s. d.) und damit letztlich auf die schwundstufige Form der Wurzel ie. *ken- ‘zusammendrücken, -knicken, Zusammengedrücktes, Geballtes’ (wozu ↗Nacken, s. d.). Nußknacker m. (17. Jh.), für älteres Nußbrecher, vgl. ahd. (h)nuʒbrehha (11. Jh.), frühnhd. nußbreche.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Apfel Aschenbrödel Beere Dattel Eichel Feige Frucht Honig Hülsenfrucht Kakao Knacken Mandel Mandelkern Marzipan Obst Pistazie Rosine Schale Schokolade Süßigkeit Trockenfrucht Zimt gehackt gemahlen gerieben geröstet hart hohl knacken taub

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nuss‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Kunst war die härteste Nuss, jetzt ist auch diese geknackt.
Der Tagesspiegel, 03.11.2000
Ich sah darin einen Knoten so dick wie eine Nuß.
Müller, Herta: Herztier, Reinbek: Rowohlt 1994, S. 169
Sie brauchen auch eine Nuß: hier lege ich sie hin.
Die Zeit, 18.05.1979, Nr. 21
In der Milch die geriebenen Nüsse einmal aufwallen und 30 Minuten ziehen lassen.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 176
Die sitzen doch ebenso fest wie Nüsse in den Schalen.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 03.11.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Nuss“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nuss>, abgerufen am 23.10.2019.

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