Nymphe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Nymphe · Nominativ Plural: Nymphen
Aussprache 
Worttrennung Nym-phe (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Nymphe‹ als Erstglied: nymphenhaft
eWDG

Bedeutung

als schönes, junges Mädchen gedachte niedere griechische Gottheit, die im Meer, in Gewässern, auf Bäumen oder Bergen wohnt
Beispiel:
eine schöne, badende Nymphe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nymphe f. anmutige weibliche Naturgottheit niederen Ranges in der griechisch-römischen Mythologie, Entlehnung (1. Hälfte 16. Jh., zuerst bei Paracelsus, dann in der Dichtersprache seit Opitz) von gleichbed. lat. nympha, nymphē, griech. nýmphē (νύμφη), auch ‘Braut, Jungfrau’, daher auch im Dt. ‘schönes, zartes Mädchen’ (1. Hälfte 17. Jh.). In der Zoologie ‘Insektenpuppe’ (Mitte 18. Jh., nach Aristoteles, ausgehend von der Vorstellung einer verhüllten Braut), heute dagegen für das letzte Jugendstadium der Insekten mit unvollkommener Verwandlung, also jener Insekten, die kein ruhendes Puppenstadium durchmachen (im Unterschied zur Puppe, s. d., für das in einer Hülle befindliche Insekt im letzten Entwicklungsstadium bei Insekten mit vollkommener Verwandlung). Wahrscheinlich müssen für die griech. Form zwei Herkunftsstränge angenommen werden, indem nýmphē ‘Braut, Jungfrau’ mit lat. nūbere ‘heiraten’, aslaw. snubiti, russ. snubit’ (снубить) ‘verkuppeln, werben, freien’ auf ie. *sneubʰ- ‘sich hingeben, heiraten’ zurückzuführen ist, während nýmphē als ‘Wasser-, Quellgöttin’ sich bei Anlautwechsel mit gleichbed. lat. lympha, lumpa verbinden läßt (s. Lymphe).

Thesaurus

Synonymgruppe
(eine) Lolita · Kindfrau · Unschuldsengel  ●  süßes Früchtchen  fig. · Nymphchen  geh. · Nymphe  geh., bildungssprachlich
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Nymphe‹ (berechnet)

Garten Heiligtum arm golden hübsch nackt schlafend silbern sinnend tanzend zerteilen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nymphe‹.

Verwendungsbeispiele für ›Nymphe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man speiste wohl ohne Nymphen, herzlos ließ man sie schlafen. [Niebelschütz, Wolf von: Der blaue Kammerherr, Stuttgart u. a.: Dt. Bücherbund [1991] [1949], S. 328]
Obwohl sie schon ganze vierundzwanzig Jahre zählt, ist sie eben doch eine Nymphe! [Die Zeit, 27.05.1960, Nr. 22]
Dort hielt ihn eine unsterbliche Nymphe sieben Jahre in ihrem Bann. [Süddeutsche Zeitung, 12.05.1998]
Obendrein brachte sie das "süße Girren" und "sanfte Gurren" der Nymphe so virtuos wie verschmitzt heraus. [Der Tagesspiegel, 27.05.1998]
Hier sind nur noch Götter und Nymphen und sehr hartnäckige Touristen. [Die Zeit, 01.06.2006, Nr. 22]
Zitationshilfe
„Nymphe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nymphe>.

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