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Nymphe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Nymphe · Nominativ Plural: Nymphen
Aussprache
WorttrennungNym-phe (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Nymphe‹ als Erstglied: ↗nymphenhaft
eWDG, 1974

Bedeutung

als schönes, junges Mädchen gedachte niedere griechische Gottheit, die im Meer, in Gewässern, auf Bäumen oder Bergen wohnt
Beispiel:
eine schöne, badende Nymphe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nymphe f. anmutige weibliche Naturgottheit niederen Ranges in der griechisch-römischen Mythologie, Entlehnung (1. Hälfte 16. Jh., zuerst bei Paracelsus, dann in der Dichtersprache seit Opitz) von gleichbed. lat. nympha, nymphē, griech. nýmphē (νύμφη), auch ‘Braut, Jungfrau’, daher auch im Dt. ‘schönes, zartes Mädchen’ (1. Hälfte 17. Jh.). In der Zoologie ‘Insektenpuppe’ (Mitte 18. Jh., nach Aristoteles, ausgehend von der Vorstellung einer verhüllten Braut), heute dagegen für das letzte Jugendstadium der Insekten mit unvollkommener Verwandlung, also jener Insekten, die kein ruhendes Puppenstadium durchmachen (im Unterschied zur ↗Puppe, s. d., für das in einer Hülle befindliche Insekt im letzten Entwicklungsstadium bei Insekten mit vollkommener Verwandlung). Wahrscheinlich müssen für die griech. Form zwei Herkunftsstränge angenommen werden, indem nýmphē ‘Braut, Jungfrau’ mit lat. nūbere ‘heiraten’, aslaw. snubiti, russ. snubit’ (снубить) ‘verkuppeln, werben, freien’ auf ie. *sneubʰ- ‘sich hingeben, heiraten’ zurückzuführen ist, während nýmphē als ‘Wasser-, Quellgöttin’ sich bei Anlautwechsel mit gleichbed. lat. lympha, lumpa verbinden läßt (s. ↗Lymphe).

Thesaurus

Synonymgruppe
(eine) Lolita · ↗Kindfrau · ↗Unschuldsengel  ●  süßes Früchtchen  fig. · Nymphchen  geh. · Nymphe  geh., bildungssprachlich
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dryade Elfe Faun Flußgott Gnome Grotte Göttin Halbgott Heros Hirt Hirte Kalypso Kentaur Mänade Najade Nereide Nixe Nymphe Odaliske Pan Putte Satyr Silen Sirene Syrinx badend fliehend schlafend sinnend tanzend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nymphe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dort hielt ihn eine unsterbliche Nymphe sieben Jahre in ihrem Bann.
Süddeutsche Zeitung, 12.05.1998
Obwohl sie schon ganze vierundzwanzig Jahre zählt, ist sie eben doch eine Nymphe!
Die Zeit, 27.05.1960, Nr. 22
Man speiste wohl ohne Nymphen, herzlos ließ man sie schlafen.
Niebelschütz, Wolf von: Der blaue Kammerherr, Stuttgart u. a.: Dt. Bücherbund [1991] [1949], S. 328
Und der "Röhrende Hirsch", die "Badende Nymphe", hat auch nichts an einer Wand mit wertvollen Gemälden zu suchen.
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 251
Seit dem Böhmischen Krieg könne die Nymphe Echo nicht wieder zur Ruhe kommen.
Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 419
Zitationshilfe
„Nymphe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nymphe>, abgerufen am 19.01.2019.

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