Oboe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Oboe · Nominativ Plural: Oboen
HerkunftFranzösisch, Italienisch
Wortbildung mit ›Oboe‹ als Erstglied: ↗Oboer
eWDG, 1974

Bedeutung

heiter, etwas näselnd klingendes Holzblasinstrument von durchdringender Schärfe, das zwei gegeneinander schwingende Rohrzungen und Klappen hat
Beispiele:
die erste, zweite Oboe
Oboe blasen
ein Solo für Oboe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Oboe f. Das Holzblasinstrument in hoher Stimmlage wird zunächst (17. Jh.) französische Schalmei genannt. Um 1700 wird das vorher (Prätorius 1619) nur als fremde Bezeichnung erwähnte frz. hautbois, ein Kompositum aus frz. haut ‘hoch’ und bois ‘Holz’ (s. ↗Busch), daher eigentlich ‘hochklingendes Holz’, mit unveränderter Schreibung ins Dt. übernommen. Im Laufe des 18. Jhs. aufkommendes Hoboe (auch verkürzt Hobo) und das zu dieser Zeit noch seltene, heute jedoch allgemein geltende Oboe beruhen auf Angleichung des Schriftbildes an die ältere frz. Aussprache sowie auf dem Einfluß von ebenfalls aus dem Frz. entlehntem ital. oboe.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bassklarinette Blockflöte Bratsche Cello Cembalo Concertino Divertissement Doppelkonzert Englischhorn Fagott Flöte Harfe Horn Hörner Klarinette Klavier Kontrabass Oboe Posaune Querflöte Quintett Saxophon Schlagzeug Streichorchester Streichtrio Trompete Viola Violine Violoncello Waldhorn

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Oboe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit zwei Jahren ist er auf der Suche nach einer ersten Oboe.
Süddeutsche Zeitung, 07.01.1997
Einer Oboe einen Ton zu entlocken, ist gar nicht so leicht.
Die Zeit, 15.09.1999, Nr. 37
Hier hörte man außer sehr fein intonierten Hörnerklängen etwa auch eine besonders wohlklingende Oboe.
Die Welt, 28.03.2000
Eine schmerzliche Melodie (Oboe und Englisch-Horn) geht ihr voran (Beispiel 8).
Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 200
Im Orchester fallen die zu den üblichen Streichern, Oboen und Hörnern hinzutretenden Flöten, Fagotte, Trompeten und Hörner auf.
Fath, Rolf: Werke - R. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 22612
Zitationshilfe
„Oboe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Oboe>, abgerufen am 15.12.2018.

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