Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Oboe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Oboe · Nominativ Plural: Oboen
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Oboe‹ als Erstglied: Oboer · Oboist
Herkunft zu gleichbedeutend hautboisfrz, eigentlich ‘hochklingendes Holz’ < hautfrz ‘hoch’ + boisfrz ‘Holz’, vgl. gleichbedeutend oboeital
eWDG

Bedeutung

heiter, etwas näselnd klingendes Holzblasinstrument von durchdringender Schärfe, das zwei gegeneinander schwingende Rohrzungen und Klappen hat
Beispiele:
die erste, zweite Oboe
Oboe blasen
ein Solo für Oboe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Oboe f. Das Holzblasinstrument in hoher Stimmlage wird zunächst (17. Jh.) französische Schalmei genannt. Um 1700 wird das vorher (Prätorius 1619) nur als fremde Bezeichnung erwähnte frz. hautbois, ein Kompositum aus frz. haut ‘hoch’ und bois ‘Holz’ (s. Busch), daher eigentlich ‘hochklingendes Holz’, mit unveränderter Schreibung ins Dt. übernommen. Im Laufe des 18. Jhs. aufkommendes Hoboe (auch verkürzt Hobo) und das zu dieser Zeit noch seltene, heute jedoch allgemein geltende Oboe beruhen auf Angleichung des Schriftbildes an die ältere frz. Aussprache sowie auf dem Einfluß von ebenfalls aus dem Frz. entlehntem ital. oboe.

Typische Verbindungen zu ›Oboe‹ (berechnet)

näselnd obligat singen spielen wiener

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Oboe‹.

Verwendungsbeispiele für ›Oboe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit zwei Jahren ist er auf der Suche nach einer ersten Oboe. [Süddeutsche Zeitung, 07.01.1997]
Einer Oboe einen Ton zu entlocken, ist gar nicht so leicht. [Die Zeit, 15.09.1999, Nr. 37]
Die Richtung, aus der nun die Töne einer Oboe sehr leise erklangen, ließ sich im Dunkeln nicht feststellen. [Die Zeit, 01.03.1948, Nr. 09]
Er besuchte den Komponisten in seiner Villa und fragte ihn, ob er nicht ein Konzert für Oboe schreiben wollte. [Der Tagesspiegel, 29.08.2003]
Eine schmerzliche Melodie (Oboe und Englisch‑Horn) geht ihr voran (Beispiel 8). [Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 200]
Zitationshilfe
„Oboe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Oboe>.

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