Odium, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Odiums · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Odi-um
Herkunft Latein
eWDG, 1974

Bedeutung

gehoben Makel
Beispiele:
das Odium der Feigheit, Lieblosigkeit
ein Odium tragen
auf jmdm. ruht, an jmdm. haftet ein Odium
mit einem Odium behaftet sein
Aus dem Odium des Schreckens, das früher dem Wort Sibirien anhaftete, ist heute der Inbegriff des Stolzes, der Zuversicht, des sinnvollen Lebens geworden [Urania1963]

Typische Verbindungen zu ›Odium‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Odium‹.

Verwendungsbeispiele für ›Odium‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch die Entscheidung gegen Liberty umflort das Odium einer protektionistischen Philosophie.
Die Welt, 27.02.2002
Wer will schon das Odium auf sich nehmen, an sich selber vorübergegangen zu sein.
Die Zeit, 02.08.1963, Nr. 31
Der kaiserliche General hielt sich vom Odium der Diplomatie unverändert frei.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 372
Das Odium des Handels schwand in der Zeit der Städteentwicklung völlig.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. II, Tübingen: Mohr 1921 [1920-1921], S. 77
Es liegt in der Natur der Philosophie, daß sie sich auch ungesucht das Odium der P. zuziehen muß.
Patzig, G.: Paradoxie. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 18157
Zitationshilfe
„Odium“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Odium>, abgerufen am 06.06.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Ödipuskomplex
Ödipus
ödipal
odiös
Ödigkeit
Ödland
Ödnis
Odontalgie
odonto-
Odontoblast