Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Offerte, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Offerte · Nominativ Plural: Offerten
Worttrennung Of-fer-te (computergeneriert)
formal verwandt mitofferieren
Wortbildung  mit ›Offerte‹ als Erstglied: Offertingenieur  ·  mit ›Offerte‹ als Letztglied: Festofferte · Übernahmeofferte
Herkunft aus gleichbedeutend historisch offertefrz (heute offrefrz) < offrirfrz ‘(an)bieten, darbringen’
eWDG

Bedeutung

(schriftliches) kaufmännisches Angebot
Beispiele:
eine Zeitung mit vielen Offerten
die Offerten lesen
eine Offerte in eine Zeitung einrücken
jmdm. eine Offerte machen, unterbreiten
seine handgeschriebene Offerte abgeben, einsenden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

offerieren · Offerte
offerieren Vb. ‘anbieten, darbringen’, entlehnt (Anfang 16. Jh.) aus gleichbed. lat. offerre, eigentlich ‘entgegentragen, anbieten’ (vgl. lat. ob ‘entgegen, vor, über etw. hin, wegen, für’ und ferre ‘tragen, bringen’); anfangs meist in der allgemeinen Bedeutung ‘(Geschenke, Dienste, Frieden) anbieten’, mehrfach in der Fügung offerieren und anbieten, seit dem 19. Jh. geläufig in der kaufmännischen Bedeutung ‘zum Kauf anbieten, anpreisen, zum Handel vorschlagen’. – Offerte f. ‘Anerbieten, Angebot’ (Mitte 17. Jh.), aus gleichbed. frz. (älter) offerte (neben der bis heute üblichen Ableitung frz. offre), dem substantivierten Femininum des Part. Perf. von frz. offrir, afrz. ofrir ‘(an)bieten, darbringen’ (aus lat. offerre, s. oben); zunächst in allgemeiner Verwendung, seit Ende des 18. Jhs. in der Kaufmannssprache ‘(schriftliches) Kauf-, Preisangebot’, später auch im Zeitungswesen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Angebot · Bieten · Gebot · Offerte · Vorschlag  ●  Anbot  österr. · Anerbieten  geh. · Präsentation  fachspr.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Offerte‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Offerte‹.

Verwendungsbeispiele für ›Offerte‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aus Köln erhielt ich in diesen Tagen die Offerte, dort die Redaktion eines neu herauszugebenden täglichen Blattes zu übernehmen. [Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 1. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1914], S. 5051]
Es kommen nur Herren in Frage, die nachweisbare Erfolge für erste Häuser erzielt haben, andere Offerten zwecklos. [Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 05.03.1921]
Denn meine Offerte – wenn es denn eine sein kann – setzt den lernenden Lehrer voraus. [Die Zeit, 20.05.1999, Nr. 21]
Die schöne Offerte tut wohl not, denn der Bahn geht es nicht gut. [Der Spiegel, 03.04.1989]
Damen, die mit Erfolg gleiche Stellungen in ersten Häusern innehatten, wallen ausführliche Offerten einreichen. [Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 06.03.1920]
Zitationshilfe
„Offerte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Offerte>.

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