Offizin

WorttrennungOf-fi-zin (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Offizin‹ als Erstglied: ↗offizinell

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. ...
    1. a) [Pharmazie] Arbeitsräume einer Apotheke
    2. b) [veraltet] Apotheke
  2. 2. [veraltet] (größere) Buchdruckerei
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
a)
Pharmazie Arbeitsräume einer Apotheke
b)
veraltet Apotheke
2.
veraltet (größere) Buchdruckerei
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Offizin · offizinell
Offizin f. ‘Werkraum (nicht gewöhnlicher Handwerker), Apotheke, Buchdruckerei’, Entlehnung (17. Jh.) von lat. officīna ‘Werkstätte’, nach opificīna, zu lat. opifex ‘Arbeiter, Handwerker, Bildner’, aus lat. opus ‘Arbeit, Beschäftigung, Handlung, Werk’ und lat. facere ‘machen, tun’. offizinell Adj. ‘als Heilmittel erhältlich, heilkräftig’, gelehrte Bildung (18. Jh.) nach nlat. officīnālis ‘heilkräftig, in der Apotheke gebraucht’.

Typische Verbindungen zu ›Offizin‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Offizin‹.

Verwendungsbeispiele für ›Offizin‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dessen Vater Ernst gründete 1839 die Firma, eine so genannte Offizin.
Süddeutsche Zeitung, 09.01.2001
Binnen eines Jahres brachten es 1525 die »Zwölf Artikel« der oberschwäbischen Aufrührer auf 24 Drucke aus 18 Offizinen.
Wittmann, Reinhard: Geschichte des deutschen Buchhandels. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1991], S. 7540
Demnach scheint man in diesen Offizinen von der Identität gewußt zu haben.
Albrecht, Hans: Hollander. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1957], S. 26135
Die zahlreichen Drucke der Offizin zeigen R. als Mann von umfassender Bildung, bestrebt, auf breiter Basis das Musiziergut seiner Zeit für den Gottesdienst bereitzustellen.
Hermelink, S.: Rhaw (Rhau). In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 31868
Er brachte das Dokument über die Alpen und ließ es bei Andreas Lutz in dessen Ingolstädter Offizin drucken.
Die Zeit, 22.11.2006, Nr. 48
Zitationshilfe
„Offizin“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Offizin>, abgerufen am 28.03.2020.

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