Oktave, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Oktave · Nominativ Plural: Oktaven
Aussprache
WorttrennungOk-ta-ve (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutung

Musik
1.
achter und letzter Ton der diatonischen Tonleiter
2.
Intervall von acht Tönen
Beispiel:
Oktaven greifen, spielen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Oktave · Oktav · Oktett
Oktave f. achter und letzter Ton in der diatonischen Tonleiter, Intervall von acht diatonischen Tonstufen (von jedem Grundton aus), mhd. octāv (13. Jh.) ist entlehnt aus dem in der Musiktheorie der Klöster entstandenen gleichbed. mlat. octava, dem substantivierten Fem. von lat. octāvus ‘achter’ (zu lat. octō ‘acht’). Oktav n. ‘Buchformat von der Größe eines Achtelbogens’ (17. Jh.), substantiviert aus der in der Druckersprache üblichen Fügung lat. in octāvo ‘in Achtelgröße’. Oktett n. ‘Musikstück für acht Instrumente oder Singstimmen, Ausführende eines solchen Musikstücks’. Gleichbed. ital. ottetto (zu ital. otto, lat. octō ‘acht’) wird im 19. Jh. in den Wortschatz der Musik übernommen und bald latinisierend zu Oktett umgestaltet.

Typische Verbindungen zu ›Oktave‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Oktave‹.

Verwendungsbeispiele für ›Oktave‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach genauen Berechnungen gesellen sich etwa eineinhalb Jahre nach dem ersten Erklingen zwei Töne einer Oktave hinzu.
Süddeutsche Zeitung, 09.09.2000
Es geht nicht darum, durch die Oktaven zu rasen, sondern die Töne sprechen zu lassen.
Die Welt, 15.11.1999
Sie reichen von der Verbindung einer einzigen Farbe mit einem einzigen Ton bis zu vollständigen chromatischen Oktaven.
o. A.: F. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 24689
Diese dienen zur Wiedergabe der Melodie in Oktaven, die durch einen einzigen Mann ausgeführt wird.
Schlager, Ernst: Bali. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1951], S. 8309
Ja, der Rhythmus des Heimwehs schwingt tatsächlich bis in die tiefsten Oktaven der Gottesorgel Erde.
Buchinger, Otto: Das Heilfasten und seine Hilfsmethoden als biologischer Weg, Stuttgart: Hippokrates-Verl. 1982 [1935], S. 164
Zitationshilfe
„Oktave“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Oktave>, abgerufen am 31.03.2020.

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