Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Olm

Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

im Wasser lebender Schwanzlurch mit verkümmerten, kleinen, dünnen Gliedmaßen, der mit der Lunge oder durch Kiemen atmet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Olm m. Als dt. Bezeichnung für den in der 2. Hälfte des 18. Jhs. entdeckten, im Wasser lebenden Schwanzlurch mit verkümmerten Gliedmaßen übernimmt Oken (1816) den alten, heute noch landschaftlich gebrauchten Namen Olm ‘Salamander, Molch’, vgl. ahd. olm ‘Sterneidechse’ (11. Jh.), mhd. olm, auch ‘Salamander’, mnd. nl. olm ‘Salamander, Molch’; Herkunft ungeklärt. Erwogen wird Umwandlung von ahd. mhd. mol ‘Eidechse, Molch’ (s. Molch), dessen Herkunft jedoch ebenfalls ungeklärt ist.

Verwendungsbeispiele für ›Olm‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hans Werner Olm spielt sein Programm "Rundgelutscht" noch heute und morgen, 20 Uhr, in der HdK. [Der Tagesspiegel, 16.03.1999]
Zum Betrieb gehören 6000 Schweine, von denen noch stichprobenartige Bluttests abgewartet werden müssen, so Olm. [Die Welt, 07.03.2001]
Der deutsche Comedy‑Boom war noch jung und Hans Werner Olm wirklich lustig. [Der Tagesspiegel, 23.02.2002]
Gefangene Olme meiden jeden Lichtstrahl und halten sich stets in der dunkelsten Ecke ihres Behälters auf. [Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 173]
Es ist noch nicht allzu lange her, da lag Olm als "Irrer" in den Theatern selbst noch auf der Behandlungscouch. [Die Welt, 04.03.2000]
Zitationshilfe
„Olm“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Olm>.

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