Olympionike, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Olympioniken · Nominativ Plural: Olympioniken
Aussprache
WorttrennungOlym-pi-oni-ke · Olym-pio-ni-ke (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Olympionike‹ als Erstglied: ↗Olympionikin
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Olympiasieger
2.
Olympiakämpfer, Olympiateilnehmer
Beispiel:
die Olympioniken verabschieden, empfangen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Olympiade · Olympionike
Olympiade f. ‘Olympische Spiele’, in historischem Sinne die ‘Zeitspanne von vier Jahren (zwischen den altgriechischen Olympischen Spielen)’. Im Dt. zuerst (vereinzelt 1531) Olympias (Plur. Olympiaden) ‘Zeitspanne von vier Jahren’, nach griech. Olympiás, Plur. Olympiádes (Ὀλυμπιάς, Ὀλυμπιάδες) ‘die Wettkämpfe oder heiligen Spiele zu Olympia, der Sieg zu Olympia, Zeitspanne von vier Jahren von einem olympischen Kampffest bis zum nächsten’; Bildung zum Namen der Stadt Olympía (Ὀλυμπία), wo die Wettspiele stattfanden, und damit letztlich zu Ólympos (Ὄλυμπος), Gebirge in Griechenland und Wohnsitz der Götter. Danach im Dt. Olympiades Plur. (Anfang 18. Jh.), dann, wohl unter Einfluß von frz. olympiade, auch Olimpiade (1. Hälfte 18. Jh.), Olympiaden Plur. (2. Hälfte 18. Jh.) ‘Zeitraum von vier Jahren’, schließlich Olympiade ‘die (erneuerten) Olympischen Spiele’ (Ende 19. Jh.), heute auch ‘Wettstreit von Schülern auf mathematischem, naturwissenschaftlichem, künstlerischem Gebiet zur Förderung besonderer Fähigkeiten und Talente außerhalb des Unterrichts’ (2. Hälfte 20. Jh.) nach gleichbed. russ. olimpiáda (олимпиада). Die Fügung Olympische Spiele (der Griechen) begegnet zuerst in der 1. Hälfte des 18. Jhs. Zuvor olympisch ‘himmlisch, spirituell’ (Paracelsus). Olympionike m. ‘Sieger bei den altgriechischen Wettkämpfen in Olympia’ (1. Hälfte 19. Jh.), ‘Teilnehmer an den erneuerten Olympischen Spielen’ (20. Jh.), entlehnt aus griech. Olympionḯkēs (Ὀλυμπιονίκης) ‘Sieger bei den olympischen Wettkämpfen’; nach griech. Olýmpia nikān (Ὀλύμπια νικᾶν) ‘bei den olympischen Wettkämpfen siegen’; zu griech. nίkē (νίκη) f. ‘Sieg’.

Thesaurus

Sport
Synonymgruppe
Olympiasportler · Olympionike · Teilnehmer an den Olympischen Spielen  ●  ↗Olympiateilnehmer  ugs. · Teilnehmer einer Olympiade  ugs.
Oberbegriffe
Sport
Synonymgruppe
Olympiasieger · Olympionike
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abschneiden Sieger alpin deutsch ehemalig ehren empfangen erfolgreich israelisch wahr österreichisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Olympionike‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er hat wie die meisten Olympioniken ein eher kärgliches Einkommen.
Die Zeit, 13.08.2008, Nr. 32
Er weiß sich hier zumindest in partieller Übereinstimmung mit den frühen Olympioniken.
Süddeutsche Zeitung, 16.08.2004
Natürlich wäre es schön, Olympia einmal in der Nähe zu haben, Olympioniken hautnah erleben zu können.
Die Welt, 20.07.2001
Und der Fußball-Chef machte dem ranghöchsten Olympioniken klar, daß er an seinem Plan festhalten wird.
Bild, 07.01.1999
Wer einen Olympioniken zum Bürger hat, braucht keine Mauern mehr.
Der Spiegel, 04.02.1980
Zitationshilfe
„Olympionike“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Olympionike>, abgerufen am 16.02.2019.

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