Omelett, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Omelett(e)s · Nominativ Plural: Omeletts/Omelette
WorttrennungOme-lett
Herkunftaus gleichbedeutend omelettefrz
Wahrig und DWDS, 2019

Bedeutung

Kochkunst Eierspeise aus verquirlten Eiern, die mit Gewürzen (und weiteren Zutaten) in einer Pfanne in Fett zu einem flachen Fladen gebacken werden, der häufig zusammengeklappt (mit einer herzhaften oder süßen Füllung) serviert wird
Synonym zu Omelette
Kollokationen:
als Akkusativobjekt: ein Omelett braten, backen, servieren, essen
Beispiele:
Rapsöl in einer Pfanne erhitzen, Omelett darin beidseitig goldgelb braten. Dann das Gemüse auf dem Omelett verteilen und zusammenklappen. [Bild am Sonntag, 09.05.2010, Nr. 19]
Zum Frühstück gibt es Omelett mit Tomaten und frischen Kräutern, Magerquark mit Blaubeeren und grünen Tee. [Bild am Sonntag, 01.05.2016, Nr. 18]
Zum Abendessen gibt es Omeletts mit Käse und Tiroler Speck[…]. [Süddeutsche Zeitung, 06.11.2001]
Vegetarier dürfen zwischen Omelett mit Konfitüre und Früchten, Omelett mit Champignons und Gemüse-Kartoffel-Omelett wählen. [Berliner Zeitung, 17.08.1996]
Und wer sein Omelett pikant haben will, gibt in die Eimasse gehackte Kräuter oder einen Eßlöffel geriebenen Käse oder füllt sie mit feinem Gemüse, Zungenragout, Pilzen oder gehacktem Schinken. [Berliner Zeitung, 30.04.1961]
Anschließend können die Omelette in Fett auf der Pfanne gebacken und je nach Geschmack, salzig oder süß, mit Fleisch-, Gemüse- oder Fruchtfüllung zu Tisch gebracht werden. [Berliner Zeitung, 11.08.1951] ungewöhnl. Pl.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Omelett · Omelette
Omelett n. Omelette f. ‘Eierkuchen’. Aus lat. lāmella ‘kleines Metallplättchen, dünnes Blech’ hervorgehendes afrz. mfrz. lemel(l)e, mfrz. auch lumelle ‘Klinge’ (zu unterscheiden von der jüngeren Entlehnung mfrz. frz. lamelle ‘(Metall)plättchen’, s. ↗Lamelle) entwickelt die durch falsche Worttrennung bei vorangestelltem Artikel (afrz. la lemele) zu erklärende Nebenform afrz. mfrz. alemel(l)e, mfrz. alumelle. Der in der Pfanne gebackene Eierkuchen wird mit der flachen Klinge verglichen und im 14. Jh. ebenfalls mfrz. alumelle genannt. In dieser Verwendung ändert das Substantiv rasch seine Gestalt durch Suffixwechsel zu mfrz. alumette (um 1400) und dann durch Metathese zu mfrz. amelette (Ende 15. Jh.), amolette (16. Jh., beeinflußt von lat. mollis, afrz. mfrz. mol ‘weich’). Die bis heute geltende und wohl auf volksetymologischer Anlehnung an die galloroman. Vertreter von lat. ōvum ‘Ei’ beruhende Form mfrz. frz. omelette (16. Jh., vgl. die Varianten mfrz. frz. aumelette, mfrz. œufmollette) wird Anfang des 18. Jhs. ins Dt. entlehnt (daneben zunächst auch Aumelette, Omelotte, Amulett u. ä.). Um 1900 kommt Omelett mit neutralem Genus auf, doch bleibt das Femininum landschaftlich (besonders obd.) und in der gastronomischen Fachsprache weiterhin erhalten.

Typische Verbindungen zu ›Omelett‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Omelett‹.

Zitationshilfe
„Omelett“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Omelett>, abgerufen am 03.04.2020.

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