Omelette, die oder das

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Omelette · Nominativ Plural: Omeletten
Nebenform Omelette · Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Omelettes · Nominativ Plural: Omelettes
Aussprache [ɔmˈlɛt]
Worttrennung Ome-lette
Herkunft  aus omelettefrz
DWDS-Verweisartikel

Bedeutung

Kochkunst
Synonym zu Omelett
Beispiele:
Vor den Augen der Gäste werden nach ihren Wünschen Eierspeisen hergestellt, Omelettes mit allen möglichen Zutaten von Krabben über Champignons bis Lauchzwiebeln, Rühreier mit und ohne Speck sowie Spiegeleier[…]. [Welt am Sonntag, 26.10.2008, Nr. 43]
Ei, Wasser, Milch, Salz und Pfeffer werden gemixt. Im kleinsten Pfännlein werden Butter und Öl‑ zu gleichen Teilen‑ erhitzt und der Eischaum hineingegossen. Der feinst geschnittene Schnittlauch wird deckend darüber gestreut. Wenn das Omelette fest ist, wird es vorsichtig gewendet, kurz weitergebraten und dann mit der Schnittlauchseite nach oben auf ein Brett gelegt. [Die Zeit, 16.11.2005, Nr. 46]
[…] die Tortilla Riojana (Fr. 18.50), eine Omelette mit Kartoffeln, Paprikawurst und Zwiebeln, die man mit Tischgenossen teilen kann, ist aromatisch und nahrhaft. [Neue Zürcher Zeitung, 24.12.1993]
Die Eier für die Omeletten tauschte Rosa […] bei den Bauern gegen die Goldstücke ein. [Rosendorfer, Herbert: Großes Solo für Anton, Zürich: Diogenes 2000 [1976], S. 217]
Als die Kellnerin an ihren Tisch kam, bestellte sie bei ihr eine Omelette und Tee. [Andersch, Alfred: Sansibar oder der letzte Grund, Olten: Walter 1957 [1957], S. 94]

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Omelett · Omelette
Omelett n. Omelette f. ‘Eierkuchen’. Aus lat. lāmella ‘kleines Metallplättchen, dünnes Blech’ hervorgehendes afrz. mfrz. lemel(l)e, mfrz. auch lumelle ‘Klinge’ (zu unterscheiden von der jüngeren Entlehnung mfrz. frz. lamelle ‘(Metall)plättchen’, s. ↗Lamelle) entwickelt die durch falsche Worttrennung bei vorangestelltem Artikel (afrz. la lemele) zu erklärende Nebenform afrz. mfrz. alemel(l)e, mfrz. alumelle. Der in der Pfanne gebackene Eierkuchen wird mit der flachen Klinge verglichen und im 14. Jh. ebenfalls mfrz. alumelle genannt. In dieser Verwendung ändert das Substantiv rasch seine Gestalt durch Suffixwechsel zu mfrz. alumette (um 1400) und dann durch Metathese zu mfrz. amelette (Ende 15. Jh.), amolette (16. Jh., beeinflußt von lat. mollis, afrz. mfrz. mol ‘weich’). Die bis heute geltende und wohl auf volksetymologischer Anlehnung an die galloroman. Vertreter von lat. ōvum ‘Ei’ beruhende Form mfrz. frz. omelette (16. Jh., vgl. die Varianten mfrz. frz. aumelette, mfrz. œufmollette) wird Anfang des 18. Jhs. ins Dt. entlehnt (daneben zunächst auch Aumelette, Omelotte, Amulett u. ä.). Um 1900 kommt Omelett mit neutralem Genus auf, doch bleibt das Femininum landschaftlich (besonders obd.) und in der gastronomischen Fachsprache weiterhin erhalten.

Typische Verbindungen zu ›Omelette‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Omelette‹.

Zitationshilfe
„Omelette“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Omelette>, abgerufen am 18.05.2021.

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