Onanie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungOna-nie (computergeneriert)
Grundformonanieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Onanie · onanieren
Onanie f. ‘geschlechtliche Selbstbefriedigung’. Nach der Bibel (1. Mos. 38, 9) weigert sich Onan, auf Anordnung seines Vaters der Frau seines kinderlos verstorbenen Bruders Kinder zu zeugen und läßt seinen Samen auf die Erde fallen. Dieser Vorgang wird fälschlich als Masturbation gedeutet und (Mitte 17. Jh.) onanitische Sünde, Onaniterey genannt. Dazu bildet (1710) der englische Arzt Becker nlat. onania, das, eingedeutscht zu Onanie, in die medizinische und pädagogische Fachsprache sowie in die Bildungssprache eingeht. onanieren Vb. (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Masturbation · Onanie  ●  ↗Selbstbefriedigung  Hauptform · ↗Autoerotik  geh. · ↗Handbetrieb  derb, fig. · Wichsen  derb
Oberbegriffe
  • Aktion · ↗Handlung · ↗Operation · ↗Tat
  • Spielart der Sexualität · sexuelle Aktivität · sexuelle Handlung · sexuelle Praxis
Assoziationen
  • (sich) selbst befriedigen · ↗masturbieren · ↗onanieren  ●  (sich) einen keulen  ugs. · (sich) einen rubbeln  ugs. · (sich) einen runterholen  ugs. · (sich) einen von der Palme wedeln  ugs. · es (sich/jemandem) mit der Hand machen  ugs. · es sich selbst machen  ugs. · ↗wichsen  ugs.
  • (einen) Samenerguss haben · zum Samenerguss kommen  ●  (jemandem) geht einer ab  ugs. · ↗abspritzen  derb · ↗abwichsen  vulg. · ↗ejakulieren  fachspr. · in die Muschel rotzen  vulg. · ↗kommen  ugs. · sich ergießen  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Homosexualität geistig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Onanie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wissenschaftlich korrekt wäre sie wohl als "vorgetäuschte Onanie" zu bezeichnen.
Bild, 06.12.1999
Wer an Onanie denke, solle besser kalt duschen, hieß es.
Die Zeit, 31.08.2012, Nr. 36
Aber wie kann die Onanie ungünstig auf die Gesamtentwicklung wirken?
Schücking, Beate: Wir machen unsere Kinder krank, München: List 1971, S. 82
Wir dürfen die Gefahren der Onanie weder überschätzen noch unterschätzen.
Rafaeli, Max u. Le Mang, Erwin: Ueber die Liebe. In: Das große Aufklärungswerk für Braut- und Eheleute, Dresden: Buchversand Gutenberg o.J. 1933 [1927], S. 174
Die Verbindung des Themas von der Onanie mit der Impotenz ist klar genug.
Freud, Sigmund: Die Traumdeutung, Leipzig u. a.: Deuticke 1914 [1900], S. 134
Zitationshilfe
„Onanie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Onanie>, abgerufen am 07.12.2019.

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