Onkel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Onkels · Nominativ Plural: Onkel(s)
Aussprache
WorttrennungOn-kel
Wortbildung mit ›Onkel‹ als Erstglied: ↗onkelhaft  ·  mit ›Onkel‹ als Letztglied: ↗Erbonkel · ↗Großonkel · ↗Nennonkel · ↗Patenonkel
 ·  mit ›Onkel‹ als Grundform: ↗-onkel
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Bruder des Vaters oder der Mutter, Ehemann der Tante
Beispiele:
James Tienappel, der ihm unter den drei Onkeln am nächsten stand [Th. MannZauberb.2,320]
die Meinen zu Hause bestehen aus drei Onkels [Th. MannZauberb.2,281]
2.
Kindersprache erwachsene männliche Person
Beispiele:
das hat mir der Onkel dort gegeben
so ein netter Onkel!
zum Onkel Doktor gehen
salopp männliche Person
Beispiele:
morgen kommt der Onkel mit dem Paket
Dienstlich verlange ich, daß Sie dem Onkel in Dresden mitteilen, was es mit dem sauberen Verein […] auf sich hat [WelkHeiden218]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Onkel m. ‘Bruder der Mutter oder des Vaters’, Übernahme (Oncle, um 1700) von gleichbed. afrz. frz. oncle, aus lat. avunculus ‘Bruder der Mutter’, mlat. auch ‘Bruder des Vaters’ (Deminutivbildung zur Grundform lat. avus ‘Großvater’). Onkel (in dieser Schreibweise etwa seit Ende 18. Jh.) verdrängt einheimisches ↗Oheim (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Mutterbruder · Muttersbruder · Onkel · Onkel mütterlicherseits · Onkel väterlicherseits · ↗Vatersbruder  ●  ↗Oheim  veraltet · ↗Ohm  veraltet

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bruder Cousin Cousine Geschwister Großeltern Großmutter Großvater Hütte Neffe Nichte Obhut Oma Onkel Opa Papa Schwager Tante Vater Vetter Vettern angeheiratet bös erben gefallen geliebt gütig lieb nett reich verstorben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Onkel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als mutmaßlicher Täter ist der 51-jährige Onkel der beiden Kinder angeklagt.
Die Zeit, 17.01.2012 (online)
Mein Onkel sagt zu meinem Vater, zwei zu eins ist nicht schlecht, was.
Erpenbeck, Jenny: Wörterbuch, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2004, S. 22
Es gibt, sagt mein Onkel, nicht viele Trommeln wie diese.
Süddeutsche Zeitung, 26.05.2004
Er wird bestimmt nicht den Onkel wecken, nicht vor dem Morgen.
Walter, Otto F.: Der Stumme, München: Kösel 1959, S. 199
Ich habe Onkel Theo gebeten, nicht darüber nach Hause zu schreiben.
Holtz-Baumert, Gerhard: Alfons Zitterbacke, Berlin: Kinderbuchverlag 1981 [1958], S. 90
Zitationshilfe
„Onkel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Onkel#1>, abgerufen am 16.06.2019.

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Onkel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungOn-kel (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

salopp über den (großen) Onkel gehen, latschen (= mit einwärts gerichteten Fußspitzen gehen)
Beispiel:
geh nicht über den großen Onkel!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Onkel m. ‘Bruder der Mutter oder des Vaters’, Übernahme (Oncle, um 1700) von gleichbed. afrz. frz. oncle, aus lat. avunculus ‘Bruder der Mutter’, mlat. auch ‘Bruder des Vaters’ (Deminutivbildung zur Grundform lat. avus ‘Großvater’). Onkel (in dieser Schreibweise etwa seit Ende 18. Jh.) verdrängt einheimisches ↗Oheim (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Mutterbruder · Muttersbruder · Onkel · Onkel mütterlicherseits · Onkel väterlicherseits · ↗Vatersbruder  ●  ↗Oheim  veraltet · ↗Ohm  veraltet

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bruder Cousin Cousine Geschwister Großeltern Großmutter Großvater Hütte Neffe Nichte Obhut Oma Onkel Opa Papa Schwager Tante Vater Vetter Vettern angeheiratet bös erben gefallen geliebt gütig lieb nett reich verstorben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Onkel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als mutmaßlicher Täter ist der 51-jährige Onkel der beiden Kinder angeklagt.
Die Zeit, 17.01.2012 (online)
Mein Onkel sagt zu meinem Vater, zwei zu eins ist nicht schlecht, was.
Erpenbeck, Jenny: Wörterbuch, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2004, S. 22
Es gibt, sagt mein Onkel, nicht viele Trommeln wie diese.
Süddeutsche Zeitung, 26.05.2004
Er wird bestimmt nicht den Onkel wecken, nicht vor dem Morgen.
Walter, Otto F.: Der Stumme, München: Kösel 1959, S. 199
Ich habe Onkel Theo gebeten, nicht darüber nach Hause zu schreiben.
Holtz-Baumert, Gerhard: Alfons Zitterbacke, Berlin: Kinderbuchverlag 1981 [1958], S. 90
Zitationshilfe
„Onkel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Onkel#2>, abgerufen am 16.06.2019.

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