Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Onkelehe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Onkelehe · Nominativ Plural: Onkelehen
Worttrennung On-kel-ehe
Wortzerlegung Onkel1 Ehe
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

umgangssprachlich Zusammenleben einer verwitweten Frau mit einem Mann, den sie nicht heiratet, um ihre Witwenrente o. Ä. nicht zu verlieren

Thesaurus

Synonymgruppe
Bratkartoffelverhältnis  ugs., historisch · Onkelehe  ugs., historisch
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›Onkelehe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das ist besonders dann der Fall, wenn eine Onkelehe sittlich begründet ist und sich als vorteilhaft für die Kinder erweist. [Die Zeit, 16.09.1966, Nr. 38]
Die viel umstrittenen „Onkelehen“ stellen die Behörden immer wieder vor schwierige Fragen. [Die Zeit, 16.09.1966, Nr. 38]
Sie wurde eingeschaltet zum Beispiel in der Frage der „Onkelehen“. [Die Zeit, 30.08.1956, Nr. 35]
Der Zustand der sogenannten „Onkelehen“ ist seit dem Kriege eine verbreitete Erscheinung. [Die Zeit, 06.12.1956, Nr. 49]
Diese lebt in einer Onkelehe mit einem alten Junggesellen und Kriegsteilnehmer, hat sich aber in den letzten Jahren aus diesem eheähnlichen Verhältnis ganz zurückgezogen. [Schücking, Beate: Wir machen unsere Kinder krank, München: List 1971, S. 81]
Zitationshilfe
„Onkelehe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Onkelehe>.

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