Operette, die
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Operette · Plural: Operetten
WorttrennungOpe-ret-te (computergeneriert)
HerkunftItalienisch
Wortbildung mit ›Operette‹ als Erstglied: Operettenbuffo · Operettenkonzert · Operettenmelodie · Operettenmusik · Operettenschlager · Operettensänger · Operettensängerin · Operettentenor · Operettentheater · operettenhaft
 ·  mit ›Operette‹ als Letztglied: Ausstattungsoperette · Filmoperette · Revueoperette · Tonfilmoperette
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
gesungenes und mit Orchester aufgeführtes Bühnenwerk mit leichter, eingängiger Musik und von meist heiterem, anspruchslosem Inhalt, in dem gesprochene Dialoge und oft liedartige oder schlagerartige Gesangsstücke sowie Balletteinlagen die wesentlichen Merkmale bilden
Beispiele:
die klassische Wiener Operette
das Textbuch zu dieser Operette
2.
Aufführung, Vorstellung von 1
Beispiele:
er sieht gern Operetten
wann beginnt heute die Operette?
heute ist keine Operette
3.
Gebäude, in dem 1 aufgeführt wird, Operettentheater
Beispiele:
die Stadt L hatte ihre eigene Operette
wir treffen uns an, vor der Operette
wer hat die neue Operette gebaut?
die Operette hat jetzt geschlossen
4.
alle Personen, die zu 3 gehören, in 3 arbeiten
Beispiel:
die Operette stand geschlossen hinter ihrem Dirigenten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Oper · Operette · Opernhaus
Oper f. ‘in Musik gesetztes, mit Orchester und Gesang dargebotenes (dramatisches) Bühnenwerk, dessen Aufführung, das dafür bestimmte Theatergebäude’, anfangs auch Opera (2. Hälfte 17. Jh. bis um 1800), Übernahme von gleichbed. ital. opera, eigentl. ‘Handlung, Werk’, auch ‘musikalisches Werk, Komposition’, woraus (Mitte 17. Jh.) ‘Bühnenwerk mit Musik’. Zugrunde liegt lat. opera ‘Arbeit, Tätigkeit, Mühe’, der als Singular gebrauchte Plural von lat. opus ‘Arbeit, Beschäftigung, Handlung, Werk’. Vgl. gelegentliche Verdeutschungen wie Singspiel (Ende 17. Jh.), Singschauspiel (18. Jh.), musikalisches Drama (R. Wagner). Operette f. ‘unterhaltsames, heiteres musikalisches Bühnenwerk, Singspiel, in dem Gesang und gesprochener Dialog wechseln’, anfangs Operetta ‘kleine, kurze oder komische Oper’ (Ende 17. Jh.), nach dem Muster der ital. Deminutiva zu Opera gebildet, vgl. ital. operetta ‘Werkchen, kleines Kunstwerk’ (erst im 19. Jh. Gattungsbezeichnung des Musiktheaters). Opernhaus n. (Anfang 18. Jh.).
OpenThesaurus (09/2016)

Thesaurus

Synonymgruppe
Oberbegriffe
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man geht ja schließlich auch nicht jeden Abend in eine Operette.
Die Welt, 23.04.2004
Natürlich kann man mit 25 Millionen im Jahr Operette spielen.
Der Tagesspiegel, 23.07.1997
Aber handelt es sich bei den noch aufgeführten Operetten nicht immer bloß um einige Werke dieses Genres?
Wiener, Hugo: Fernsehdiskussion. In: Hoffmann, Raoul (Hg.) Auf Live und Tod, München: Dt. Taschenbuch-Verl. 1983 [1978], S. 81
Zunächst ist das Theater völlig herabgesunken, es spielt gegenwärtig nur Operetten.
Fédorov, Vladimir: Dijon. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1954], S. 22873
Ich denke eben an die Operette "Das Land des Lächelns".
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 15.04.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arien Ballett Couplets Grandseigneur Kuhhandel Libretti Lustspiele Musical Oper Operette Posse Revuen Schauspiel Schlager Singspiel Spielopern Unterwelt Uraufführung Vaudevilles Vogelhändler Walzer Wiener Zarzuela burleske einaktige gleichnamigen offenbachschen straußschen uraufgeführt uraufgeführte

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Worthäufigkeit

selten häufig

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