Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Orange, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Orange · Nominativ Plural: Orangen
Aussprache  [oˈʀɔ̃ːʒə] · [oˈʀaŋʒə]
Worttrennung Oran-ge
Wortbildung  mit ›Orange‹ als Erstglied: Orangenbaum · Orangenblüte · Orangenextrakt · Orangenhaut · Orangenkern · Orangenmarmelade · Orangensaft · Orangenschale · Orangenscheibe · orangefarben · orangefarbig · orangenfarben · orangenfarbig
 ·  mit ›Orange‹ als Letztglied: Bitterorange · Blutorange  ·  formal verwandt mit: Orange2
Herkunft zu gleichbedeutend orangemfrz frz
eWDG

Bedeutung

Apfelsine
Beispiel:
eine Orange schälen
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Orange · orange · Orangerie
Orange f. (vorwiegend südd., auch md.) ‘Apfelsine’. Zunächst bezeugt sind nordd. Formen wie oranyge appele (Anfang 15. Jh.), Oranienapffel (17. Jh.) als Entlehnungen aus mnl. appel van arancen, aryangen, aranie(n)appel, nl. oranje(appel). Dies beruht wie md. südd. Orangenapfel (17. Jh.), Orange (um 1700) auf mfrz. frz. orange, afrz. pome d’orange, das, wohl über aprov. arange, auranja, auf ital. arancio, arancia, altobital. naranza (mlat. arangia, arancia, arancium) zurückgeht. Ebenfalls aus dem Ital. entlehnt ist das im Dt. früh bezeugte mhd. arans ‘Apfelsinenbaum’, aranser Plur. ‘Apfelsinen’ (14. Jh.), frühnhd. Arancien Plur. (16. Jh.). Auszugehen ist von auf pers. nāranǧ beruhendem arab. nāranǧ(a) ‘Apfelsine’. Wahrscheinlich werden Apfelsinen seit dem 11. Jh. in Sizilien angebaut, und zwar zunächst eine aus dem Orient stammende rotgoldene, bitter schmeckende Sorte. Sie wird im 16. Jh. von einer aus China stammenden, von den Portugiesen eingeführten süßen Sorte ersetzt, auf die der alte Name übergeht. orange Adj. ‘orangefarben’ (1. Hälfte 17. Jh.), wohl nach gleichbed. mfrz. frz. orange. Orangerie f. ‘Gewächshaus’, älter ‘Bestand an Orangen- und Zitronenbäumen, seltene südliche Pflanzen’, Übernahme im Zusammenhang mit der französischen Gartenkultur um 1700 von frz. orangerie.

Typische Verbindungen zu ›Orange‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Orange‹.

Verwendungsbeispiele für ›Orange‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine verschimmelte Orange kollerte über die Mole der eisernen Stadt. [Ransmayr, Christoph: Die letzte Welt, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1990], S. 230]
Das Orange Book Part II führt dieses zwar ein, die Implementationen waren aber alles andere als einheitlich. [C't, 1997, Nr. 8]
Dabei ist Orange ebensowenig gleich Braun oder Schwarz wie Rot gleich Braun wäre. [konkret, 1990]
Blau passt auch gut zu Orange, das ist nicht unwichtig an diesem Tag. [Die Zeit, 16.09.2013, Nr. 37]
Die Sechziger waren überhaupt eine spannende Zeit, es gab Uniformen in verschiedenen Farben, in Gelb, Orange, Lila. [Die Zeit, 25.10.2012, Nr. 39]
Zitationshilfe
„Orange“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Orange#1>.

Weitere Informationen …

Orange, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Orange · wird nur im Singular verwendet
Aussprache  [oˈʀɔ̃ːʃ] · [oˈʀaŋʃ]
Worttrennung Oran-ge
formal verwandt mitOrange1
DWDS-Basisartikel

Bedeutung

Farbton
Beispiel:
er bevorzugt beim Malen ein kräftiges Orange

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Orange · orange · Orangerie
Orange f. (vorwiegend südd., auch md.) ‘Apfelsine’. Zunächst bezeugt sind nordd. Formen wie oranyge appele (Anfang 15. Jh.), Oranienapffel (17. Jh.) als Entlehnungen aus mnl. appel van arancen, aryangen, aranie(n)appel, nl. oranje(appel). Dies beruht wie md. südd. Orangenapfel (17. Jh.), Orange (um 1700) auf mfrz. frz. orange, afrz. pome d’orange, das, wohl über aprov. arange, auranja, auf ital. arancio, arancia, altobital. naranza (mlat. arangia, arancia, arancium) zurückgeht. Ebenfalls aus dem Ital. entlehnt ist das im Dt. früh bezeugte mhd. arans ‘Apfelsinenbaum’, aranser Plur. ‘Apfelsinen’ (14. Jh.), frühnhd. Arancien Plur. (16. Jh.). Auszugehen ist von auf pers. nāranǧ beruhendem arab. nāranǧ(a) ‘Apfelsine’. Wahrscheinlich werden Apfelsinen seit dem 11. Jh. in Sizilien angebaut, und zwar zunächst eine aus dem Orient stammende rotgoldene, bitter schmeckende Sorte. Sie wird im 16. Jh. von einer aus China stammenden, von den Portugiesen eingeführten süßen Sorte ersetzt, auf die der alte Name übergeht. orange Adj. ‘orangefarben’ (1. Hälfte 17. Jh.), wohl nach gleichbed. mfrz. frz. orange. Orangerie f. ‘Gewächshaus’, älter ‘Bestand an Orangen- und Zitronenbäumen, seltene südliche Pflanzen’, Übernahme im Zusammenhang mit der französischen Gartenkultur um 1700 von frz. orangerie.

Typische Verbindungen zu ›Orange‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Orange‹.

Verwendungsbeispiele für ›Orange‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine verschimmelte Orange kollerte über die Mole der eisernen Stadt. [Ransmayr, Christoph: Die letzte Welt, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1990], S. 230]
Das Orange Book Part II führt dieses zwar ein, die Implementationen waren aber alles andere als einheitlich. [C't, 1997, Nr. 8]
Dabei ist Orange ebensowenig gleich Braun oder Schwarz wie Rot gleich Braun wäre. [konkret, 1990]
Blau passt auch gut zu Orange, das ist nicht unwichtig an diesem Tag. [Die Zeit, 16.09.2013, Nr. 37]
Die Sechziger waren überhaupt eine spannende Zeit, es gab Uniformen in verschiedenen Farben, in Gelb, Orange, Lila. [Die Zeit, 25.10.2012, Nr. 39]
Zitationshilfe
„Orange“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Orange#2>.

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