Orchester, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Orchesters · Nominativ Plural: Orchester
Aussprache
WorttrennungOr-ches-ter
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Orchester‹ als Erstglied: ↗Orchesterbegleitung · ↗Orchesterchef · ↗Orchesterinstrument · ↗Orchesterklang · ↗Orchesterkonzert · ↗Orchesterleiter · ↗Orchesterloge · ↗Orchestermusik · ↗Orchestermusiker · ↗Orchesterrampe · ↗Orchestersitz · ↗Orchestertutti
 ·  mit ›Orchester‹ als Letztglied: ↗Berufsorchester · ↗Blasorchester · ↗Jugendorchester · ↗Kammerorchester · ↗Kurorchester · ↗Laienorchester · ↗Radioorchester · ↗Rundfunkorchester · ↗Salonorchester · ↗Schauorchester · ↗Sinfonieorchester · ↗Staatsorchester · ↗Streichorchester · ↗Symphonieorchester · ↗Tanzorchester · ↗Theaterorchester · ↗Unterhaltungsorchester · ↗Volksinstrumentenorchester
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
große, eine Einheit bildende Gemeinschaft
a)
von Instrumentalisten, die gemeinsam unter der Leitung eines Dirigenten musikalische Werke aufführen
Beispiele:
das Orchester stimmte die Instrumente, hatte Probe, Pause
der Dirigent ließ das Orchester aufstehen
er gehört einem berühmten Orchester an
b)
von Musikinstrumenten
Beispiele:
für (großes, kleines) Orchester schreiben, komponieren
ein Lied für Orchester arrangieren
Vielleicht war ihr Lachen auch ein helles Instrument in einem ganzen Orchester dunkler, gedämpfter Bässe und Violen [AndresLiebesschaukel173]
2.
vertiefter Raum vor der Bühne für 1
Beispiele:
das Orchester betreten
im Orchester verschwinden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Orchester n. ‘(vertiefter) Raum vor der Bühne für die Musiker’ (Anfang 18. Jh.), ‘größere Zahl von Instrumentalisten unter einem Dirigenten’ (Mitte 18. Jh.), Übernahme von frz. orchestre ‘Orchesterraum in Theater und Konzertsaal, Ensemble von Instrumentalisten’. Dies ist entlehnt aus lat. orchēstra ‘Sitzplatz der Senatoren im römischen Theater’, spätlat. ‘Erhöhung auf der Vorderbühne für Musiker, Tänzer, Pantomimen’, griech. orchḗstra (ὀρχήστρα) ‘Tanzraum des Chores zwischen Bühne und Zuschauern’ (im attischen Theater), zu griech. orché͞isthai (ὀρχεῖσθαι) ‘tanzen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(großes) Orchester · ↗Philharmonie · philharmonisches Orchester  ●  ↗Symphonieorchester  Hauptform
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ballett Beethovenhall Chefdirigent Chor Dirigent Ensemble Intendant Klang Klavier Konzert Leitung Musiker Oper Opernhaus Orgel Philharmonie Pult Soli Solist Staatsoper Sänger Theater Violine Violoncello besetzt dirigieren musizieren philharmonisch renommiert städtisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Orchester‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was mein Orchester angeht, so hört man schon einen gewissen Klang heraus.
Süddeutsche Zeitung, 15.11.2004
Ist das Ausdruck eines langfristigen Plans, beide Orchester zu fusionieren?
Der Tagesspiegel, 21.10.2004
Den üppigberauschenden Klang dieses Orchesters kann man sich leicht vorstellen.
Goldmark, Karl: Erinnerungen aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 29102
Bei weiterer Schulung könnte hier ein Orchester von Rang entstehen.
Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 08.03.1921
Im Orchester wirkte er von 1839 bis 1870, wo er pensioniert wurde.
Richter, Alfred: Aus Leipzigs musikalischer Glanzzeit, Erinnerungen eines Musikers. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 43871
Zitationshilfe
„Orchester“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Orchester>, abgerufen am 22.10.2019.

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