Orden, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ordens · Nominativ Plural: Orden
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Orden‹ als Erstglied: Ordensband · Ordensbändchen · Ordenskette · Ordenskreuz · Ordensschnalle · Ordensspange · Ordensstern · Ordensträger · Ordensverleihung · ordenbehangen · ordengeschmückt
 ·  mit ›Orden‹ als Letztglied: Ehrenorden · Karl-Marx-Orden · Kronenorden · Leninorden · Rotbannerorden · Scharnhorst-Orden · Tapferkeitsorden · Verdienstorden
eWDG

Bedeutung

hohes staatliches Ehrenzeichen, das für außerordentliche Leistungen verliehen wird
Beispiele:
einen Orden verliehen bekommen, erhalten, anlegen, tragen
jmdm. einen Orden umlegen, anheften, an die Brust heften
DDRder Orden wider den tierischen Ernst
einen Orden am Band um den Hals, auf der Brust tragen
sich [Dativ] einen Orden anstecken
er ist Träger, Inhaber vieler Orden
mit einem Orden ausgezeichnet, belohnt werden
seine Brust, er war mit vielen Orden geschmückt
er ... hängte ihm den Orden Pour le mérite um den Hals [ B. FrankTrenck91]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Orden · ordentlich · außerordentlich
Orden m. ‘nach bestimmten Regeln lebende religiöse oder weltliche Gemeinschaft, Ehrenzeichen, Auszeichnung’. Ahd. ordina ‘Ordnung, Reihe(nfolge)’ (um 1000), mhd. orden ‘Ordnung, Reihe, Regel, Gesetz, Auftrag, Rang, Stand, verbindliche Regel sowie unter dieser lebende Gemeinschaft’, frühnhd. auch ‘das äußere Zeichen einer Gemeinschaft’ (ursprünglich das Kreuz der Ordensritter), danach überhaupt (von einem Fürsten verliehene) ‘Dekoration, Ehrenzeichen, Auszeichnung’ (15. Jh.), entlehnt aus lat. ōrdo (Genitiv ōrdinis) ‘Reihe(nfolge), Glied, Stand, Ordnung’, mlat. auch ‘Regel’ sowie ‘religiöse, mönchische Gemeinschaft’. ordentlich Adj. ‘in gehöriger Weise geordnet, vorschriftsgemäß, ordnungsliebend, anständig, tüchtig’, ahd. ordinlīhho Adv. (um 1000), mhd. ordenlich ‘nach der Ordnung, in gehöriger Reihenfolge’, (md. mit eingeschobenem Gleitlaut) ordentlich. außerordentlich Adj. ‘außerhalb der Ordnung, der Reihenfolge, der Regel’, daher auch ‘ungewöhnlich, sich aus dem Übrigen heraushebend’, Übersetzung (Ende 17. Jh.) von lat. extrāōrdinārius.

Typische Verbindungen zu ›Orden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Orden‹.

Verwendungsbeispiele für ›Orden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der fiktive Orden ist Teil eines fulminanten Werkes, das der 1988 gestorbene Künstler hinterlassen hat.
Der Tagesspiegel, 17.06.2003
Er forderte die Orden auf, aus eigener Kraft zu versuchen, ihre Schulen zu halten.
Süddeutsche Zeitung, 19.09.1997
Nachdem sie 1593 das Recht erhalten hatten, einen eigenen General zu wählen, war die Entwicklung zum selbständigen Orden abgeschlossen.
Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 3298
Der Kardinal zeigte sich öfters dem Orden geneigt, doch hat er wesentliche Erfolge für ihn nicht erringen können.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 338
In den folgenden Jahrzehnten hat der Orden seinen ursprünglichen Charakter verloren.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1928, S. 670
Zitationshilfe
„Orden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Orden#1>, abgerufen am 05.12.2021.

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Orden, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ordens · Nominativ Plural: Orden
Aussprache 
eWDG

Bedeutung

religiöser, selten auch weltlicher Verband, dessen Mitglieder nach bestimmten Regeln leben müssen
Beispiele:
einem Orden angehören, beitreten
einen Orden gründen, stiften, auflösen
ein geistlicher, reicher Orden
Religionein kontemplativer Orden
er wurde Mitglied eines Ordens
die Tracht, alle Satzungen des Ordens
in einen Orden eintreten, aufgenommen werden
aus einem Orden wieder austreten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Orden · ordentlich · außerordentlich
Orden m. ‘nach bestimmten Regeln lebende religiöse oder weltliche Gemeinschaft, Ehrenzeichen, Auszeichnung’. Ahd. ordina ‘Ordnung, Reihe(nfolge)’ (um 1000), mhd. orden ‘Ordnung, Reihe, Regel, Gesetz, Auftrag, Rang, Stand, verbindliche Regel sowie unter dieser lebende Gemeinschaft’, frühnhd. auch ‘das äußere Zeichen einer Gemeinschaft’ (ursprünglich das Kreuz der Ordensritter), danach überhaupt (von einem Fürsten verliehene) ‘Dekoration, Ehrenzeichen, Auszeichnung’ (15. Jh.), entlehnt aus lat. ōrdo (Genitiv ōrdinis) ‘Reihe(nfolge), Glied, Stand, Ordnung’, mlat. auch ‘Regel’ sowie ‘religiöse, mönchische Gemeinschaft’. ordentlich Adj. ‘in gehöriger Weise geordnet, vorschriftsgemäß, ordnungsliebend, anständig, tüchtig’, ahd. ordinlīhho Adv. (um 1000), mhd. ordenlich ‘nach der Ordnung, in gehöriger Reihenfolge’, (md. mit eingeschobenem Gleitlaut) ordentlich. außerordentlich Adj. ‘außerhalb der Ordnung, der Reihenfolge, der Regel’, daher auch ‘ungewöhnlich, sich aus dem Übrigen heraushebend’, Übersetzung (Ende 17. Jh.) von lat. extrāōrdinārius.

Typische Verbindungen zu ›Orden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Orden‹.

Verwendungsbeispiele für ›Orden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der fiktive Orden ist Teil eines fulminanten Werkes, das der 1988 gestorbene Künstler hinterlassen hat.
Der Tagesspiegel, 17.06.2003
Er forderte die Orden auf, aus eigener Kraft zu versuchen, ihre Schulen zu halten.
Süddeutsche Zeitung, 19.09.1997
Nachdem sie 1593 das Recht erhalten hatten, einen eigenen General zu wählen, war die Entwicklung zum selbständigen Orden abgeschlossen.
Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 3298
Der Kardinal zeigte sich öfters dem Orden geneigt, doch hat er wesentliche Erfolge für ihn nicht erringen können.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 338
In den folgenden Jahrzehnten hat der Orden seinen ursprünglichen Charakter verloren.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1928, S. 670
Zitationshilfe
„Orden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Orden#2>, abgerufen am 05.12.2021.

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