Ordination, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ordination · Nominativ Plural: Ordinationen
WorttrennungOr-di-na-ti-on
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Ordination‹ als Erstglied: ↗Ordinationshilfe · ↗Ordinationszimmer  ·  mit ›Ordination‹ als Grundform: ↗ordinieren

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [österreichisch] Sprechstunde
  2. 2. [österreichisch] ärztlicher Untersuchungsraum und Behandlungsraum
  3. 3. [Religion] Weihe zum geistlichen Amt
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
österreichisch Sprechstunde
Beispiele:
Ordination haben
die tägliche Ordination
Zu dieser Stunde hält der Stadtarzt seine tägliche Ordination ab [WerfelBernadette262]
2.
österreichisch ärztlicher Untersuchungsraum und Behandlungsraum
Beispiel:
jenseits der Küche war die Ordination [FusseneggerAntlitz9]
3.
Religion Weihe zum geistlichen Amt
Beispiel:
die Ordination Unsrer Bischöfe ist sakramental [le FortPapst24]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ordinieren · Ordination · Ordinierung · Ordinate
ordinieren Vb. ‘einen (evangelischen) Pfarrer in sein Amt einführen’, (in der katholischen Kirche nur noch fachsprachlich-kirchenrechtlich) ‘für ein geistliches Amt weihen’ (16. Jh.), ‘ärztlich verordnen, Sprechstunde halten’ (19. Jh.), mhd. ordinieren, ordenieren ‘anordnen, einrichten, bestimmen, zum Priester weihen’, lat. ōrdināre ‘ordnen, in Reihen aufstellen, regeln, in ein Amt einsetzen’, spätlat. ‘zum Priester weihen’ (s. ↗ordnen). Ordination f. ‘Weihe eines Diakons, Priesters, Bischofs, Einsetzung eines Pfarrers’ (16. Jh.), ‘ärztliche Verordnung, Sprechstunde’ (19. Jh.), lat. ōrdinātio (Genitiv ōrdinātiōnis) ‘Anordnung, Einrichtung, Amtseinsetzung’, spätlat. ‘Weihe eines Priesters’. Daneben auch (als Bildung zum Verb) Ordinierung f. (18. Jh.). Ordinate f. vertikale Achse im zweidimensionalen Koordinatensystem, Abstand zur horizontalen Achse, entlehnt (18. Jh.) aus lat. (līnea) ōrdināta, zu lat. ōrdinātus ‘geordnet’, Part. Perf. zu lat. ōrdināre (s. oben).

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Bischofsweihe · Diakonatsweihe · Ordination · ↗Priesterweihe

Typische Verbindungen zu ›Ordination‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ordination‹.

Verwendungsbeispiele für ›Ordination‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In eine Ordination kam eine junge Dame mit ihrer schwer leidenden Mutter.
Haluschka, Helene: Noch guter Ton? In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 3171
Wenn er noch einen Funken Anstand hat, sollte er sofort seine Ordination zurückgeben.
Bild, 11.03.2005
Das alles, vor allem die 232 Ordinationen während seiner Dienstzeit, will er zwar stets "gerne getan" haben.
Süddeutsche Zeitung, 10.02.2001
Ein Patient, der Großmutter einmal mitgenommen hatte, erzählte es in der Ordination.
Schwaiger, Brigitte: Wie kommt das Salz ins Meer?, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1982 [1977], S. 42
Eine Folge ungültiger Ordinationen vor allem, die das ganze sakramentale Leben der Kirche in Frage stellen könnte, werde Christus nie zulassen.
Schott, E.: Intention. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 9958
Zitationshilfe
„Ordination“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ordination>, abgerufen am 08.04.2020.

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