Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Organist, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Organisten · Nominativ Plural: Organisten
Aussprache 
Worttrennung Or-ga-nist
Herkunft aus gleichbedeutend organistamlat
eWDG

Bedeutung

an einer Hochschule ausgebildeter, von einer großen Kirchengemeinde oder auch an einer Musikhochschule angestellter Musiker, der die Orgel spielt und den Chor, Kirchenchor leitet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Orgel · Drehorgel · orgeln · Organist · Orgelpfeife
Orgel f. größtes Musikinstrument, bei dem durch Tasten sowie Pedal und Luftzuführung Pfeifen in verschiedenen Klangfarben zum Tönen gebracht werden. Ahd. organa (9. Jh.), Plur. (mit Dissimilation) orgalūn (Hs. 12. Jh.), mhd. organā, organe, orgene, orgel(e) ist entlehnt aus lat. organa, dem häufig gebrauchten Plural von lat. organum ‘Musikinstrument, Pfeifen-, Orgelwerk’, auch ‘Werkzeug’, griech. órganon (ὄργανον) ‘Werkzeug, Gerät, Instrument, Sinneswerkzeug, Organ’ (s. Organ). Drehorgel f. ‘Leierkasten’ (Mitte 18. Jh.). orgeln Vb. ‘Orgel spielen’, spätmhd. orgelen; auch ‘tiefe, brausende, orgelähnliche Töne hervorbringen’ (18. Jh.), vom Hirsch ‘röhren’. Organist m. ‘Orgelspieler’, mhd. organiste, mlat. organista. Orgelpfeife f. (15. Jh.); vgl. wie die Orgelpfeifen ‘der Größe nach’ (2. Hälfte 16. Jh.).

Thesaurus

Musik
Synonymgruppe
Organist · Orgelmusiker · Orgelspieler
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Organist‹ (berechnet)

Dankeskirche Erlöserkirche Gewandhaus Hofkapelle Justinuskirche Katharinenkirche Kathedrale Komponist Nikolaikirche Peterskirche St.-josef-gemeinde Stadtkirche Thomaskirche berufen betätigen gastieren gestalten improvisieren interpretieren intonieren komponieren konzertierend musizieren nauheimer nebenamtlich renommiert spielen wirken würzburger zusammenstellen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Organist‹.

Verwendungsbeispiele für ›Organist‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur so konnte er das hilflose Spiel des Organisten ertragen. [Schneider, Robert: Schlafes Bruder, Leipzig: Reclam 1992, S. 378]
Er war Organist in der Kirche, Musik war für mich wie eine beständig verfügbare Quelle. [Die Zeit, 01.03.1996, Nr. 10]
Vielleicht haben viele Organisten aber gar nicht den Mut, ihre Emotionen zu zeigen. [Die Zeit, 19.12.2008, Nr. 19]
Das ist eine hohe Ehre für uns, denn der Organist kommt nicht alle Tage. [Die Zeit, 25.12.1952, Nr. 52]
Ich habe hierher schon weltberühmte Organisten eingeladen, und es kamen ganze 50 Hörer. [Süddeutsche Zeitung, 30.08.2001]
Zitationshilfe
„Organist“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Organist>.

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