Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Organspende, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Organspende · Nominativ Plural: Organspenden
Aussprache [ɔʁˈgaːnʃpɛndə]
Worttrennung Or-gan-spen-de
Wortzerlegung Organ Spende
Wortbildung  mit ›Organspende‹ als Erstglied: Organspendeausweis
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

Entfernung eines menschlichen Organs (1) aus dem Körper eines Menschen für die Transplantation in den Körper eines anderen Menschen, um dessen Leben zu retten
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: die postmortale Organspende; eine lebensrettende Organspende; eine freiwillige Organspende
als Dativobjekt: einer Organspende zustimmen
als Akkusativobjekt: eine Organspende ablehnen
in Präpositionalgruppe/-objekt: die Bereitschaft, Einwilligung, Zustimmung zur Organspende; die Warteliste für Organspenden; der Mangel an Organspenden
hat Präpositionalgruppe/-objekt: die Organspende nach dem Tod
als Genitivattribut: die Zahl der Organspenden
Beispiele:
Derzeit ist auch ein negativer Sars‑CoV‑2‑Befund bei einer klinischen Untersuchung für eine Organspende notwendig. [Corona bremst Organspenden, 17.05.2020, aufgerufen am 30.05.2020]
Jeder, der zögert [einen Organspendeausweis zu beantragen], soll sich vorstellen, dass durch Organspenden auch das Leben von Menschen im persönlichen Umfeld oder das eigene gerettet werden kann. [Bild am Sonntag, 31.10.2010]
Mit europaweiten Mindeststandards für Organspenden will die EU‑Kommission dem illegalen Handel mit Nieren und anderen Körperteilen entgegenwirken. [Neue Zürcher Zeitung, 09.12.2008]
Nur geschulte und erfahrene Ärzte können den unumkehrbaren Ausfall der gesamten Hirnfunktion sicher feststellen, was vor allem für die Organspende von großer Bedeutung ist: Innere Organe von Toten dürfen nur verpflanzt werden, wenn deren Herz und Kreislauf noch künstlich funktionsfähig gehalten werden können, obwohl das Gehirn bereits zerstört ist. [Süddeutsche Zeitung, 14.09.2004]
In Deutschland sind Organspenden von Lebenden – vorwiegend Nieren – nach dem Transplantationsgesetz nur von Verwandten und sich nahe stehende Menschen und auch nur ohne Bezahlung erlaubt. [Welt am Sonntag, 02.06.2002]

letzte Änderung:

Thesaurus

Synonymgruppe
Organspende [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Organspende‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Organspende‹.

Zitationshilfe
„Organspende“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Organspende>.

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