Orgasmus, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Orgasmus · Nominativ Plural: Orgasmen
Aussprache
WorttrennungOr-gas-mus
HerkunftGriechisch
Wortbildung Ableitung von ›Orgasmus‹: ↗orgastisch
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2017

Bedeutung

Höhepunkt der sexuellen Lust
Beispiele:
Ich sah ihm beim Orgasmus ins Gesicht und konnte sehen, wie sehr es ihm gefiel, dass er mir solche Lust bereiten kann. [seitenspringerin.com, 31.07.2015]
Das Limbische System im Gehirn reagiert auf sexuelle und erotische Stimulationen jeglicher Art […]. Es ist der Ausgangspunkt für jegliche sexuelle Aktivität, steuert die Libido, die Erektion, die Ejakulation und den Orgasmus. [Der Tagesspiegel, 14.12.2003]
Fast jeder zweite Mann gab zu, schon einmal einen Orgasmus vorgetäuscht zu haben! [Bild, 24.06.1997]
Haben Sie Ihre besten Orgasmen bei Fellatio, beim Onanieren, beim Koitus oder bei sonst einer Betätigung? [Der Spiegel, 18.01.1982, Nr. 3]
Der einzige Unterschied ist, daß der Mann durch bewußte Hinausschiebung des Samenergusses erreicht, daß der Orgasmus bei der Frau zuerst oder […] gleichzeitig mit dem seinen eintritt. [Waegner, Martin u. Thomasius, Erich: Zeugung, Entwicklung und Geburt des Menschen. In: Das große Aufklärungswerk für Braut- und Eheleute, Dresden: Buchversand Gutenberg o.J. 1933 [1933], S. 320]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein vaginaler, klitoraler, auskomponierter Orgasmus; multiple, kosmische Orgasmen
als Akkusativobjekt: einen Orgasmus vortäuschen, vorspielen
in Präpositionalgruppe/-objekt: Sex ohne Orgasmus; die Jagd nach dem Orgasmus
in Koordination: Orgasmus und Ejakulation
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Orgasmus · orgastisch
Orgasmus m. ‘heftiger Blutandrang, starker Trieb der Körpersäfte’ (Anfang 18. Jh.), ‘sinnliche Erregung, Erregung des Geschlechtstriebs, kulminierendes Lustgefühl beim Geschlechtsakt’ (1. Hälfte 20. Jh., wohl nach engl. orgasm, das um 1900 in dieser Bedeutung erscheint); Entlehnung von medizin.-lat. orgasmus ‘Aufwallen und Gären’ (hauptsächlich vom Blut), griech. orgasmós (ὀργασμός) ‘heftige Erregung’, Ableitung von orgā́n (ὀργᾶν) ‘von Lust und Begierde strotzen, erfüllt sein, heftig verlangen’, eigentlich ‘von ernährender Feuchtigkeit und von Saft strotzen, schwellen’, Denominativum zu griech. orgḗ (ὀργή) ‘seelischer Trieb, Sinnesart, heftige Gemütsbewegung, Leidenschaft’. Dazu orgastisch Adj. (Anfang 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sexueller) Höhepunkt · ↗Befriedigung · ↗Klimax · Orgasmus  ●  Kommen  ugs.
Assoziationen
  • Anorgasmie · Orgasmushemmung
  • (einen) Samenerguss haben · zum Samenerguss kommen  ●  (jemandem) geht einer ab  ugs. · ↗abspritzen  derb · ↗abwichsen  vulg. · ↗ejakulieren  fachspr. · in die Muschel rotzen  vulg. · ↗kommen  ugs. · sich ergießen  geh.
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ejakulation Funktion Gehirn Geschlechtsverkehr Knopfdruck Kuh Masturbation Mythos Orgasmus Sex anfühlt erlebt ewiger gehabt gespielte gewaltiger kollektiven kosmischen kriegt multiplen musikalischer männlichen perfekten simulieren vaginalen verhilft vorgetäuscht vorgetäuschten vorspielen weiblichen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Orgasmus‹.

Zitationshilfe
„Orgasmus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Orgasmus>, abgerufen am 23.02.2018.

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