Originalität, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Originalität · Nominativ Plural: Originalitäten
Aussprache
WorttrennungOri-gi-na-li-tät (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
meist im Singular
Ursprünglichkeit, Einmaligkeit
Beispiele:
die Originalität eines Künstlers, dieser Kunst
ein Projekt von großer Kühnheit und Originalität
nach Originalität streben
Originalität vortäuschen
ein Fleck ... mit all den Mängeln und Tugenden, all der Originalität und Beschränktheit, wie sie nur in solchen Zuständen gedeihen [Droste-Hülsh.Judenbuche882]
2.
eigentümlicher, durch seine besondere und einmalige Art auffallender Mensch, Original
Beispiel:
Sanna ... die für Schlapphüte und Originalitäten nicht viel Verständnis hatte [FrenssenBaas515]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

original · Original · Originalität · originell
original Adj. ‘ursprünglich, echt, urschriftlich’ (Mitte 18. Jh.), gelehrte Entlehnung (wohl unter Einfluß von gleichbed. frz. original) aus lat. orīginālis ‘vom Ursprung an, ursprünglich’, zu lat. orīgo (Genitiv orīginis) ‘Ursprung, Abstammung’, Verbalsubstantiv zu lat. orīrī ‘sich erheben, aufsteigen, aufgehen, entstehen, geboren werden’. Vgl. schon früh entlehntes mhd. origināle ‘ursprünglich, angeboren’, aus kirchenlat. peccātum orīgināle ‘Erbsünde’. Original n. ‘Urschrift, Urfassung, Urbild, Vorlage’ (Mitte 14. Jh.), ‘menschliches Vorbild’ (Ende 17. Jh.), auch ‘kauziger, durch Besonderheiten auffallender Typ’ (Anfang 18. Jh.), nach mlat. originale (exemplar) ‘Urfassung, Originalurkunde’. Originalität f. ‘Ursprünglichkeit, Echtheit, Eigenart, Selbständigkeit’ (2. Hälfte 18. Jh.), latinisiert aus gleichbed. frz. originalité. originell Adj. ‘ursprünglich, schöpferisch, unabhängig, neu’ (2. Hälfte 18. Jh.), anfangs oft gleichbed. neben original gebraucht, dann bald auch ‘eigenartig, komisch’ (Ende 18. Jh.); aus frz. originellement, dem Adverb von frz. original ‘Neues begründend, vorbildlos, neuartig’, mfrz. frz. (älter) auch originel.

Thesaurus

Synonymgruppe
Authentizität · ↗Echtheit · ↗Glaubwürdigkeit · Originalität · ↗Zuverlässigkeit
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausdruckskraft Authentizität Brillanz Eigenständigkeit Einfallsreichtum Einmaligkeit Erfindungskraft Esprit Frische Genie Ideenreichtum Individualität Kreativität Kühnheit Lebendigkeit Skurrilität Spontaneität Stringenz Unverwechselbarkeit Vitalität Weltweite Witz bestechen entbehren forciert mangelnd schöpferisch stilistisch thematisch Überzeugungskraft

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Originalität‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit seiner Originalität beglaubigte sich jetzt der Dichter als Schöpfer.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 207
Über die Originalität, die ihm amerikanische Kritiker bescheinigen, lässt sich sicher streiten.
Süddeutsche Zeitung, 05.10.1999
Seine Melodien sind gewandt, doch fehlt es ihnen an echter Originalität.
Mosso, Carlo: Aspa (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1973], S. 3563
Hier allerdings ist der Komponist ein Meister, wenn auch ohne überzeugende Originalität.
Die Zeit, 08.05.1952, Nr. 19
Originalität im systematischen Erfassen der geschichtlich gesellschaftlichen Welt wird man ihm kaum nachsagen können.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1931, S. 394
Zitationshilfe
„Originalität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Originalität>, abgerufen am 21.04.2019.

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