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Ornament, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Ornament(e)s · Nominativ Plural: Ornamente
Aussprache 
Worttrennung Or-na-ment
Wortbildung  mit ›Ornament‹ als Erstglied: ornamentartig  ·  mit ›Ornament‹ als Letztglied: Bandornament · Bauornament · Blumenornament · Jugendstilornament · Linienornament · Punktornament · Rankenornament · Schmuckornament · Stuckornament · Tierornament
 ·  mit ›Ornament‹ als Grundform: ornamental · ornamentieren
Herkunft aus ōrnāmentumlat ‘Ausrüstung, Ausstattung, Schmuck’ < ōrnārelat ‘ordnen, ausstatten, schmücken’ < ōrdōlat ‘Reihe(nfolge), Glied, Stand, Ordnung’
eWDG

Bedeutung

in sich geschlossene Verzierung, die sowohl als Schmuck als auch zur Gliederung oder Hervorhebung dient
Beispiele:
zierliche, geometrische, große, alte, neue, gestickte, vergoldete, flache, verschlungene, verschnörkelte Ornamente
ein Ornament aus Stuck, Silberdraht
die Ornamente eines Türgriffs, Schmuckstücks, Teppichs
ein mit Ornamenten geschmücktes Kästchen
das Ornament als entscheidendes Merkmal der Volkskunst
Ornamente malen, sticken, gießen, ausmeißeln
Ranken bilden das Ornament des Vorhangs
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ornament n. ‘Verzierung, Schmuck, schmückende Form’, Entlehnung (15. Jh.) aus lat. ōrnāmentum ‘Ausrüstung, Ausstattung, Schmuck’ (zu lat. ōrnāre ‘ordnen, ausstatten, schmücken’, aus *ord(i)nāre, zu lat. ōrdo, s. Orden, ordnen); anfänglich auch in der Bedeutung ‘Amtsschmuck, Amtstracht’ (wofür bald Ornat, s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ornament · Schmuck · Verzierung eines Gegenstandes · Zierde

Typische Verbindungen zu ›Ornament‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ornament‹.

Verwendungsbeispiele für ›Ornament‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im Ornament bemüht er sich, diese Formen der Kunst zurückzugewinnen. [Benjamin, Walter: Das Passagen-Werk. In: Tiedemann, Rolf (Hg.), Gesammelte Schriften Bd. 5,1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1982 [1928-1929, 1934-1940], S. 46]
Auf der lichtgrünen Farbe der geschmiedeten Ornamente glitzerte es samtig wie von Tau. [Die Zeit, 12.05.1999, Nr. 20]
Bewundernd streicht sie über die feinen Ornamente an der Wand. [Die Zeit, 14.05.2012 (online)]
Und von der ehemals reichen Ausstattung, von den vielfältigen Ornamenten ist nichts mehr geblieben. [Die Zeit, 05.04.1985, Nr. 15]
Die farbigen Ornamente erinnern in der Tat an den Orient. [Die Zeit, 21.11.1980, Nr. 48]
Zitationshilfe
„Ornament“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ornament>.

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