Ornament, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Ornament(e)s · Nominativ Plural: Ornamente
Aussprache
WorttrennungOr-na-ment (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Ornament‹ als Erstglied: ↗ornamentartig  ·  mit ›Ornament‹ als Letztglied: ↗Bandornament · ↗Bauornament · ↗Blumenornament · ↗Jugendstilornament · ↗Linienornament · ↗Punktornament · ↗Rankenornament · ↗Schmuckornament · ↗Stuckornament · ↗Tierornament
 ·  mit ›Ornament‹ als Grundform: ↗ornamental · ↗ornamentieren
eWDG, 1974

Bedeutung

in sich geschlossene Verzierung, die sowohl als Schmuck als auch zur Gliederung oder Hervorhebung dient
Beispiele:
zierliche, geometrische, große, alte, neue, gestickte, vergoldete, flache, verschlungene, verschnörkelte Ornamente
ein Ornament aus Stuck, Silberdraht
die Ornamente eines Türgriffs, Schmuckstücks, Teppichs
ein mit Ornamenten geschmücktes Kästchen
das Ornament als entscheidendes Merkmal der Volkskunst
Ornamente malen, sticken, gießen, ausmeißeln
Ranken bilden das Ornament des Vorhangs
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ornament n. ‘Verzierung, Schmuck, schmückende Form’, Entlehnung (15. Jh.) aus lat. ōrnāmentum ‘Ausrüstung, Ausstattung, Schmuck’ (zu lat. ōrnāre ‘ordnen, ausstatten, schmücken’, aus *ord(i)nāre, zu lat. ōrdo, s. ↗Orden, ↗ordnen); anfänglich auch in der Bedeutung ‘Amtsschmuck, Amtstracht’ (wofür bald ↗Ornat, s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ornament · ↗Schmuck · Verzierung eines Gegenstandes · ↗Zierde
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abstraktion Arabeske Dekor Giebel Kalligraphie Ranke Schnörkel Stuck Verbrechen Verzierung abstrakt bemalen eingeritzt filigran floral flächig geometrisch geschnitzt geschwungen kunstvoll maurisch orientalisch schmücken schmückend vergoldet verschlungen verschnörkelt verspielt verzieren ziseliert

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ornament‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wie ein kleines Mädchen zeigt sie knallbunt ausgemalte Ornamente vor.
Der Tagesspiegel, 04.01.2002
Doch am Rhein haben durchaus auch abstrakte Ornamente zahlreiche Liebhaber gefunden.
Süddeutsche Zeitung, 24.03.1994
Im Ornament bemüht er sich, diese Formen der Kunst zurückzugewinnen.
Benjamin, Walter: Das Passagen-Werk. In: Tiedemann, Rolf (Hg.), Gesammelte Schriften Bd. 5,1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1982 [1928-1929, 1934-1940], S. 46
Diese Geräte wurden reich geschmückt, wobei das Ornament zum Symbol werden konnte.
o. A.: Lexikon der Kunst - M. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 11526
An die Stelle des Ornaments tritt mehr und mehr eine bildhafte Darstellung.
Ritter, K. B.: Paramente. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 26162
Zitationshilfe
„Ornament“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ornament>, abgerufen am 20.09.2019.

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