Orthografie, die
Alternative SchreibungOrthographie, s. Regelwerk: § 32 (2)
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Orthografie · Nominativ Plural: Orthografien
WorttrennungOr-tho-gra-fie · Or-tho-gra-phie (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortzerlegungortho--grafie
Wortbildung mit ›Orthografie‹ als Erstglied: ↗orthografisch · ↗orthographisch
eWDG, 1974

Bedeutung

Rechtschreibung
Beispiele:
die deutsche Orthografie beherrschen
eine einfache, komplizierte Orthografie
eine Reform der Orthografie
Fehler in der Orthografie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Orthographie · orthographisch
Orthographie f. ‘Rechtschreibung’, Ende 15. Jh. entlehnt aus gleichbed. lat. orthographia, griech. orthographía (ὀρθογραφία), vgl. den Titel einer Schrift des Grammatikers Herodianos perí orthographíās (περὶ ὀρθογραφίας) ‘über die Rechtschreibung’. Das Substantiv ist eine Ableitung von griech. orthográphos (ὀρθογράφος) ‘richtig schreibend, Rechtschreiber’, woraus spätlat. orthographus und wozu orthographisch Adj. ‘die Rechtschreibung betreffend, auf ihr beruhend’ (16. Jh.); s. ↗-graph, ↗-graphie und ↗ortho-.

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Orthographie · ↗Rechtschreibung · korrekte Schreibung · richtige Schreibweise
Oberbegriffe
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitskreis Eigenheiten Einheitlichkeit Erlernen Grammatik Interpunktion Lehrinstitut Neuregelung Orthographie Rückkehr Schreibtechnik Sprachkultur Syntax Vereinfachung Zeichensetzung amtlichen bewährten eigenwillige einheitliche fehlerhafte gültige herkömmlichen korrekte mangelhaften modernisiert originalen reformieren reformierte verbindliche vereinfachen

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DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Während das Kind das Sprechen wie von selbst lernt, muss es die Orthographie bimsen.
Der Tagesspiegel, 25.08.2000
Es gebe kein Grundrecht darauf, niemals mit einer mißliebigen Orthographie konfrontiert zu werden.
Die Zeit, 14.11.1997, Nr. 47
Nach der Orthographie gehört er in die Zeit nach 420.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. IV,2. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 11705
Weiter ist die Orthographie von einer für unsere Bemühungen denkbar unglücklichen Art.
Schachermeyr, Fritz: Ursprung und Hintergrund der griechischen Geschichte. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 28993
Noch im Mittelalter hatten wir keine gemeinsame Sprache, infolgedessen auch keine allgemeingültige Orthographie.
Reimann, Hans: Vergnügliches Handbuch der Deutschen Sprache, Düsseldorf: Econ-Verl. 1964 [1931], S. 188
Zitationshilfe
„Orthografie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Orthografie>, abgerufen am 23.07.2017.

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