Osterspiel, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Osterspiel(e)s · Nominativ Plural: Osterspiele
WorttrennungOs-ter-spiel
WortzerlegungOsternSpiel
DWDS-Vollartikel, 2019

Bedeutung

geistliche, bei den Osterfeiern aufgeführte dramatische Darstellung der Auferstehung Jesu
Beispiele:
Im Mittelalter haben sich die so genannten Osterspiele kräftig und deftig, aber vergeblich bemüht, die Auferstehung Jesu von den Toten populär zu machen. [Süddeutsche Zeitung, 15.04.2006]
Schließlich hat die Theatergeschichte der Neuzeit vor gut 600 Jahren genau damit angefangen: mit Passions- und Osterspielen, die die biblischen Geschichten vom Leiden, Sterben und von der Auferstehung des Jesus aus Nazareth sinnlich anschaulich zu machen versuchten. [Süddeutsche Zeitung, 27.03.2004]
»Zum wieder belebten Gernröder Osterspiel kommen Menschen aus ganz Deutschland. Auch diesmal war die Kirche voll«[…]. [Die Welt, 09.05.2003]
Die Dionysien, das neuntägige Theaterfest in Athen, oder die mittelalterlichen Osterspiele hatten noch Schauspiel und Kult miteinander verbunden. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.03.1996]
Osterspiele, dramat. Darstellungen der Auferstehung Christi, wahrscheinlich die älteste Art geistl. Schauspiele, seit dem 15. Jahrh. von den Passionsspielen verdrängt. [o.A., O, in: Brockhausʼ Kleines Konversation-Lexikon, Leipzig: F.A. Brockhaus 1906, S. 54622]

Typische Verbindungen zu ›Osterspiel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Marienklage

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Osterspiel‹.

Zitationshilfe
„Osterspiel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Osterspiel>, abgerufen am 03.04.2020.

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