Outlet, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Outlets · Nominativ Plural: Outlets
WorttrennungOut-let
Herkunftaus outletengl ‘Verkaufsstelle’
Wortbildung mit ›Outlet‹ als Letztglied: ↗Designer-Outlet · ↗Designeroutlet
Wahrig und DWDS, 2018

Bedeutung

Wirtschaft
a)
Verkaufsstelle einer Fabrik oder Firma, in der diese ihre (überschüssigen, nicht mehr aktuellen oder mit Mängeln behafteten) Markenprodukte im Direktverkauf erheblich günstiger anbietet als im Einzelhandel
Beispiele:
Mit einer riesigen Auswahl an Westen, Jacken, Mänteln und Capes überraschen wir immer wieder erstmalige Besucher. […] Außerdem finden Sie in unserem Outlet viele Schnäppchen zu unglaublich günstigen Preisen. [Welt am Sonntag, 19.11.2017, Nr. 47]
[…] viele Hersteller [versuchen], Überschuss zunächst über einen Werksverkauf, eigene Outlets oder Sonderverkäufe in extra angemieteten Ladenlokalen loszuschlagen. [Süddeutsche Zeitung, 12.06.2012]
In Outlets findet man natürlich nicht nur Kleidung, sondern was das Herz begehrt: Schokolade, Möbel, Computer und Elektroartikel, Kosmetik, Haushaltsartikel, Porzellan, Kuchen oder alle möglichen anderen Leckereien. [www.lillyberry.de, 01.12.2011]
In Metzingen, der selbsternannten »Hauptstadt des deutschen Fabrikverkaufs«, haben sich rund 40 Outlets aus den Bereichen gehobene Mode und Sport angesiedelt. [Die Welt, 25.10.2005]
b)
(von Dritten, nicht vom Hersteller selbst betriebenes) Verkaufszentrum, in dem Waren mehrerer Hersteller (besonders Bekleidung aus älteren Kollektionen, Überproduktionen o. Ä.) zu reduzierten Preisen angeboten werden
Beispiele:
Und mit dem Center im niederländischen Roermond liegt eines der europaweit größten Outlets mit jährlich vier Millionen Besuchern für viele Rheinländer gleichsam vor der Haustür. [Süddeutsche Zeitung, 29.09.2017]
Beim 2001 errichteten Outlet Zweibrücken hat man mit viel Glas und Stahl auf die transparente Moderne gesetzt[…]. [Süddeutsche Zeitung, 17.09.2012]
Verkauften die Hersteller beim klassischen Fabrikverkauf früher direkt von der Rampe, haben sich die Outlets inzwischen als eigenständige Vertriebsform etabliert. [Der Tagesspiegel, 19.10.2003]
In den Outlets werden keine Waren des täglichen Bedarfs angeboten und nichts, was dem in den Städten anzutreffenden Sortiment entspräche, sondern Textilien, Lederwaren, Porzellan und Spielzeuge, die der übliche Handel nicht führen will. In einigen Genehmigungsverfahren sei die Sortimentsbeschränkung Teil des Bebauungsplans geworden. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.10.1998]
Zitationshilfe
„Outlet“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Outlet>, abgerufen am 03.04.2020.

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