Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Ozeanographie, die

Alternative Schreibung Ozeanografie
Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ozeanographie · wird nur im Singular verwendet
Aussprache  [oːʦeanogʀaˈfiː]
Worttrennung Oze-ano-gra-phie · Ozea-no-gra-phie · Oze-ano-gra-fie · Ozea-no-gra-fie
Rechtschreibregel § 32 (2)
Wortbildung  mit ›Ozeanographie‹ als Erstglied: ozeanografisch · ozeanographisch
Herkunft moderne Bildung zu Ozean und -graphie
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

fachsprachlich Wissenschaft bzw. Lehre von der physikalischen Beschaffenheit der Meere und den physikalischen Vorgängen in ihnen
Unterbegriff von Meereskunde, siehe auch Ozeanologie
Die Wissenschaft von den biologischen Eigenschaften der Meere und die biologischen Vorgänge in ihnen wird als Meeresbiologie bezeichnet. In einem allgemeineren, nicht fachsprachlichen Sinn wird Ozeanographie mit Meereskunde bzw. Meeresforschung gleichgesetzt. Der verwandte Begriff Ozeanologie hat sich in der deutschen Wissenschaftssprache nicht durchsetzen können.
Beispiele:
Martime Mess‑ und Umwelttechnik: Unter diesem Sammelbegriff werden unter anderem Forschungs‑ und Anwendungsgebiete in der Ozeanografie, Hydrografie oder Meeresbiologie zusammengefasst, die dem Gesamtverständnis des »Ökosystems Meer« dienen. [Beruf mit Zukunft: So wird man Meerestechniker – ingenieur.de, 20.05.2022, aufgerufen am 20.05.2022]
[…] man müsse wissen, worauf man sich einlasse, betont der 35jährige: Ozeanographie steht im deutschen Sprachgebrauch für die physikalische Meereskunde. »Es geht um Strömungen, Temperatur und den Salzgehalt der Ozeane. Das Studium besteht hauptsächlich aus Physik und Mathe.« [Die Welt, 26.03.2005]
Unter professioneller Anleitung wurden die jungen Frauen und Männer, die aus 19 Ländern und vier Kontinenten stammten, in den Techniken der Ozeanographie und Meeresbiologie geschult. »Wir haben zum Beispiel mit verschiedensten Messgeräten die physikalisch‑chemischen Eigenschaften des Wassers – wie den Salzgehalt, die Chlorophyll‑Konzentration oder die Temperatur – untersucht. Dafür haben wir aus mehreren Tausend Metern Tiefe Wasserproben genommen. Das erfordert volle Konzentration.« [Salzburger Student bei »Polarstern«-Expedition auf hoher See, 07.04.2016, aufgerufen am 24.04.2022]
Die Geophysik vereint deshalb eine Vielzahl von Spezialdisziplinen, darunter: die Geodäsie (Erdmessung), die Seismologie (Erdbebenforschung), die Physik des Erdinnern, die Meteorologie und Physik der Atmosphäre, die Physikalische Ozeanographie (Meeresforschung) inklusive Gezeitenforschung, die Vulkanologie, die Hydrologie (Physik des Wassers über, auf und unter der Erdoberfläche) und die Glaziologie (Gletscherkunde). [o. A. [cu]: Geophysik. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1979]]
Ozeanographie (grch.), Thalassographie, Meereskunde, Meerbeschreibung, Wissenschaft von den Weltmeeren, die deren Gestalt, Natur des Meeresbodens, die chem. Zusammensetzung, den Salzgehalt, den Gasgehalt, die physik. Eigenschaften des Seewassers, die Wärmeverteilung, Dichtigkeit, die Oberflächen‑ und Tiefenströmungen und die Eisverhältnisse untersucht. [o. A.: O. In: Brockhaus’ Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 54937]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Ozeanographie‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ozeanographie‹.

Zitationshilfe
„Ozeanographie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ozeanographie>.

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