Pächter, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pächters · Nominativ Plural: Pächter
Aussprache 
Worttrennung Päch-ter (computergeneriert)
Wortzerlegung pachten-er
Wortbildung  mit ›Pächter‹ als Erstglied: ↗Pächterin  ·  mit ›Pächter‹ als Letztglied: ↗Gutspächter · ↗Hotelpächter · ↗Jagdpächter · ↗Steuerpächter
eWDG, 1974

Bedeutung

jmd., der etw., besonders ein Grundstück, gepachtet hat
Beispiel:
der Pächter hat das Grundstück für 20 Jahre gepachtet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pacht · pachten · verpachten · Pächter · Pachtgeld · Pachtzins
Pacht f. ‘vertraglich festgelegte Nutzung gegen Entgelt, das Entgelt des Pächters für die Nutzung, Pachtzins’. Vlat. *pacta ‘Vertrag, Steuer’, der als Fem. Sing. aufgefaßte Plur. von lat. pactum (s. ↗Pakt), wird vor der hd. Lautverschiebung entlehnt und lebt weiter in mhd. phaht(e) f., phaht m. ‘(kaiserliches) Recht, Gesetz, durch das Gesetz bestimmter Rang, Stand, Vertrag, Zins’. Die noch bei Stieler (1691) angeführte hd. Form Pfacht verliert sich im 18. Jh., bleibt aber in obd. Mundarten (Pfacht, Facht ‘Vertrag, Satzung, Eichung’) erhalten. In der Literatursprache setzt sich seit dem 16./17. Jh. auf westmd. Mundarten beruhendes Pacht durch; vgl. auch mnd. mnl. nl. pacht. pachten Vb. ‘gegen Entgelt zu befristeter Nutzung übernehmen’, westmd. pachten (15. Jh.), mhd. phahten ‘gesetzlich oder vertraglich bestimmen, ermessen, ergründen’. verpachten Vb. ‘gegen Entgelt zu befristeter Nutzung überlassen’ (17. Jh.), zuvor obd. verpfachten (14. Jh.). Pächter m. ‘wer etw. gepachtet hat’ (Ende 18. Jh.), älter Pachter (17. Jh., noch bei Goethe und Schiller). Pachtgeld n. (16. Jh.), Pachtzins m. (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Bestandnehmer · ↗Mieter · Pächter

Typische Verbindungen zu ›Pächter‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pächter‹.

Verwendungsbeispiele für ›Pächter‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich bin aber nur Pächter geworden, weil man mich damals darum gebeten hat.
Bild, 22.11.2002
Unterdessen verhandeln die Investoren mit einem möglichen neuen Pächter für das Hotel.
Der Tagesspiegel, 04.10.1999
Der Pächter hatte gewöhnlich kein Recht an dem gepachteten Land, das als »dingliches« Recht bezeichnet werden könnte.
Ganshof, François Louis: Das Hochmittelalter. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7378
Schon der Vater des alten Bauern, der jetzt darauf hauste, war vom Pächter zum Besitzer geworden.
Schaper, Edzard: Der Henker, Zürich: Artemis 1978 [1940], S. 281
Wo diese fehlen, ist eine ungesunde Ausbeutung der Pächter, proletarisches Elend unter ihnen da und dort nicht zu leugnen.
Schmoller, Gustav: Grundriß der Allgemeinen Volkswirtschaftslehre Erster Teil, Berlin: Duncker & Humblot 1978 [1900], S. 409
Zitationshilfe
„Pächter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/P%C3%A4chter>, abgerufen am 21.09.2020.

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