Pökel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pökels · Nominativ Plural: Pökel
WorttrennungPö-kel (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

Salzlake zum Pökeln
Beispiel:
eine Zunge in Pökel legen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pökel · pökeln · einpökeln
Pökel m. ‘Salzbrühe zum Haltbarmachen von Fleisch und Fisch’, im 17. Jh. aus dem Nd. übernommen, vgl. mnd. pēkel, mnl. pēkel, nl. pekel, fries. pikel, woraus auch mengl. pekille, pykyl, engl. pickle. Herkunft ungewiß. de Vries Nl. 513 sucht über eine Ausgangsbedeutung ‘scharf, bitter’ eine Verbindung zu griech. pikrós (πικρός) ‘scharf, spitz, bitter, stechend’ und Anschluß an die (unter ↗Feh, s. d., angeführten) Wurzelformen ie. *peig-, *peik̑- ‘buntfarbig’ (hier ‘stechend’) herzustellen. Foerste in: Nd. Wort 1 (1960) 11 ff. schließt dagegen die genannten Formen an vlat. *pīccāre ‘stechen’, auch ‘sauer schmecken’, an (s. ↗pikiert, ↗pikant). Heute vorwiegend Bestimmungswort in Zusammensetzungen wie Pökelfleisch, nd. Pekelfleesch, Pökelhering, Pickelhering, mnd. pēkelhērinc, pickelhērinc, Pökelzunge, nd. Pekeltung. pökeln Vb. öfter einpökeln Vb. ‘in Salzbrühe einlegen’ (18. Jh.), mnd. pēkelen.

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Pökel  ●  ↗Sur  bair., österr.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach dem Pökeln lagert er 21 Tage bei sieben bis acht Grad im Reiferaum, anschließend wird er eine Nacht lang gewässert.
Die Welt, 31.05.2003
Salz zum Pökeln besorgten sie sich gleich um die Ecke am Salzmarkt.
Süddeutsche Zeitung, 12.11.1996
Ihre Haltbarkeit erhalten sie durch Reifen und Trocknen, Pökeln und Räuchern.
Süddeutsche Zeitung, 11.03.1994
Starkes Anbraten, Grillen oder Pökeln sind ebenso beliebte wie gesundheitsgefährdende Methoden der Nahrungszubereitung.
Die Zeit, 13.09.1991, Nr. 38
Er entsteht unter anderem durch bakterielle Reduktion aus Nitrat, aus Salzen der Salpetersäure also, die seit Jahrhunderten zum Haltbarmachen („Pökeln“) von Lebensmitteln benutzt werden.
Die Zeit, 04.11.1977, Nr. 45
Zitationshilfe
„Pökel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pökel>, abgerufen am 11.12.2018.

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