Püree, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Pürees · Nominativ Plural: Pürees
Aussprache
WorttrennungPü-ree
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Püree‹ als Letztglied: ↗Erbsenpüree · ↗Erbspüree · ↗Erdäpfelpüree
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2017

Bedeutung

Kochkunst breiartige Speise aus Kartoffeln, Gemüse, Hülsenfrüchten, Fleisch, Obst o. Ä.
Beispiele:
Es ist ihr […] zu mühsam, das Püree selber zu kochen. Und das aus der […]Tüte schmeckt ihr nicht. Nun fragt sie, wo es fertiges Erbspüree im Glas oder in der Dose gibt. Wer kann helfen? [Bild, 24.10.2001]
Besonders interessant wird es zum Beispiel bei Pürees: Kartoffeln, Sellerie oder Wurzeln saugen bei dieser Methode [Dampfgaren] keine zusätzliche Flüssigkeit auf und können deshalb viel exakter durch gezielte Zugabe von z. B. heißer Milch oder geschmolzener Butter püriert werden – und auch geschmacklich liegen Welten zwischen Pürees aus gedämpften oder in Salzwasser gekochten Zutaten. [Spiegel, 25.03.2012 (online)]
Wenn ein Gericht in einer Sauce gegart werden muß, wenn Sie zum Beispiel Fischfilet in einer Tomatensauce dünsten wollen, so bereiten Sie aus frischen Tomaten […] eine eingedickte Sauce, oder zerkleinern Sie die Tomaten und kochen ein Püree. Geben Sie dann die Sauce oder das Püree zum Fisch. [Schönfeldt, Sybil: Leichte schnelle Küche, Hamburg: Litten 1978, S. 64]
Zu allen drei Mahlzeiten gehört »abista«, eine Art Püree aus Maismehl. [Struck, Karin: Klassenliebe, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1973, S. 39]
Kollokationen:
als Akkusativobjekt: ein Püree zubereiten, kochen, servieren
hat Präpositionalgruppe/-objekt: ein Püree aus Kartoffeln
in Koordination: Püree und Sauerkraut, Sauce
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Püree n. ‘Brei, Mus, breiige Speise’, entlehnt (1. Hälfte 18. Jh.; anfangs Purée) als Terminus der Kochkunst von frz. purée f. ‘Brei von passiertem Gemüse, besonders von Hülsenfrüchten’, afrz. puree ‘Erbsbrühe, Wein’. Dieses gehört als Ableitung zu afrz. purer ‘ablaufen lassen, abgießen’, eigentlich ‘reinigen, sieben’ (frz. purer nur noch in Mundarten ‘durchseihen, auspressen’), dem spätlat. pūrāre ‘reinigen’, zu lat. pūrus ‘rein’ (s. ↗pur), vorausgeht. Püree gilt auch heute noch als der gewähltere Ausdruck gegenüber Brei oder Mus; vgl. Erbspüree, Kartoffelpüree.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kartoffel Kloß Knödel Salat Sauce Sauerkraut Suppe Tomate kochen schmecken servieren verarbeiten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Püree‹.

Zitationshilfe
„Püree“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Püree>, abgerufen am 21.07.2019.

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