Pütt, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pütt(e)s · Nominativ Plural: Pütte
Aussprache
eWDG, 1974

Bedeutung

landschaftlich, Bergmannssprache
1.
Bergwerk, Schacht
Beispiele:
jmd. ist seit 10 Jahren im Pütt
War da mal auf einem Pütt bei Hattingen (Ruhr) so ein neugebackener Steiger [TurekinHammer u. Feder480]
2.
Bergbaugebiet
Beispiel:
Aus dem Pütt von Courrières in Frankreich, aus Wales und aus dem Ruhrgebiet rollte inzwischen Steinkohle zollfrei nach Belgien [KischRasender Reporter25]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pütt m. ‘Bergwerk, Schacht, Grube’, vornehmlich in westmd. Bergwerksgebieten, im 20. Jh. in die Literatursprache aufgenommen. In rhein. Mundart auch ‘Brunnen’; wohl eine frühe Entlehnung aus lat. puteus ‘Schacht, Grube, Brunnen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bergwerk · ↗Grube · ↗Mine · ↗Stollen · ↗Zeche  ●  Pütt  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Hütte

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pütt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dort drehte sich alles um den Pütt ", erzählt er unprätentiös.
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2002
Sie kostet in der Erzeugung quer durch alle deutschen Pütts 280 DM pro Tonne.
Die Welt, 07.09.2000
Oder noch ein paar Jahre im Pütt dranhängen, dann sind es vielleicht 60000?
Die Zeit, 24.12.2001, Nr. 52
Wegen einer weltweit verstärkten Förderung dieses Rohstoffes würden die Preise sinken, deshalb rechne sich der neue Pütt nicht.
Der Tagesspiegel, 19.05.2005
Im "Pütt" trabt jetzt aber auch der deutsche Star General November.
Bild, 15.01.1999
Zitationshilfe
„Pütt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pütt>, abgerufen am 23.10.2019.

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