Palme, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Palme · Nominativ Plural: Palmen
Aussprache  [ˈpalmə]
Worttrennung Pal-me
Wortbildung  mit ›Palme‹ als Erstglied: ↗Palmblatt · ↗Palmenblatt · ↗Palmendieb · ↗Palmenhain · ↗Palmenhaus · ↗Palmenkern · ↗Palmenwedel · ↗Palmenwein · ↗Palmenzweig · ↗Palmenöl · ↗Palmfarn · ↗Palmkern · ↗Palmsonntag · ↗Palmwedel · ↗Palmweide · ↗Palmwein · ↗Palmzweig · ↗Palmöl · ↗palmenartig
 ·  mit ›Palme‹ als Letztglied: ↗Drachenblutpalme · ↗Kokospalme
eWDG, 1974

Bedeutung

in zahlreichen Arten vorkommender tropischer Baum mit meist langem, unverzweigtem Stamm und gefiederten oder handförmig geteilten Blattwedeln
Beispiele:
Palmen in einer Oase
das von Palmen bewachsene Ufer einer Südseeinsel
eine Palme erklettern
übertragen
Beispiele:
gehobendie Palme (des Sieges) erringen, erhalten (= den Sieg, den 1. Preis davontragen)
gehobenum die Palme (des Sieges) kämpfen, ringen, streiten (= um den Sieg kämpfen)
saloppauf der Palme sein (= sehr wütend sein)
saloppjmdn. auf die Palme bringen (= jmdn. sehr wütend machen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Palme · Palmsonntag
Palme f. Name für wärmeliebende Pflanzen der Tropen und Subtropen mit schlankem Stamm und gefiederten Blättern, auch ‘Palmzweig’, ahd. palma (8. Jh.), mhd. palme, balme, auch ‘die am Palmsonntag geweihten blühenden Weidenzweige’, Plur. ‘Palmsonntag’, asächs. palma, mnd. palm(e) geht zurück auf gleichbed. lat. palma, eigentlich ‘flache Hand’, wegen des fächerförmigen, einer Hand mit ausgestreckten Fingern vergleichbaren Blattes auf den Baum übertragen. Die frühe Verbreitung des Namens (auch in anderen europ. Sprachen) erfolgt durch die Bibel, wonach der am Sonntag vor Ostern (Palmsonntag) in Jerusalem einreitende Jesus mit Palmzweigen begrüßt und empfangen wurde (Joh. 12, 13). Palmsonntag m. Sonntag vor Ostern, Übersetzung (um 1700) von kirchenlat. dominica palmārum, dominica in palmīs; an diesem Tage werden in der katholischen Kirche zur Erinnerung an den Einzug Christi in Jerusalem (s. oben) Palmzweige (bzw. andere zu dieser Zeit blühende oder grünende Zweige) geweiht und in einer Prozession mitgeführt; zuvor mhd. palmen (Plur.), palmetac, nhd. Palmtag (bis ins 18. Jh.).

Thesaurus

Botanik
Synonymgruppe
Palme · Palmengewächs  ●  Arecaceae  fachspr., Plural, botanisch · Palmae  fachspr., Plural, botanisch
Oberbegriffe
  • Gehölz  fachspr. · ↗Holzgewächs  fachspr. · holzige Pflanze  fachspr. · holziges Gewächs  fachspr.
Unterbegriffe
  • Kokosnusspalme · ↗Kokospalme
  • Areca-Palme · Goldblattpalme · Goldfruchtpalme  ●  Areca lutescens  fachspr., veraltet · Chrysalidocarpus lutescens  fachspr., veraltet · Dypsis lutescens  fachspr.

Typische Verbindungen zu ›Palme‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Palme‹.

Verwendungsbeispiele für ›Palme‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Noch immer lag ich auf dem Rasen unter den Palmen.
Die Welt, 26.01.2002
Nach einer Kurve steht plötzlich eine prächtige Palme vor uns.
Der Tagesspiegel, 27.11.1998
Da müßten doch eigentlich Palmen bei Euch wachsen und nachts regnet es meistens.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 11.06.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Wenn aber der Nebel zerriß, wuchsen Palmen aus dem Meer.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 117
Und dann sieht man aus dem dunklen Grün Palmen ragen.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1925. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1925], S. 220
Zitationshilfe
„Palme“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Palme>, abgerufen am 12.08.2020.

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