Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Pantomime, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pantomime · Nominativ Plural: Pantomimen
Aussprache  [pantoˈmiːmə]
Worttrennung Pan-to-mi-me
Wortbildung  mit ›Pantomime‹ als Letztglied: Bewegungspantomime · Wasserpantomime
Herkunft zu gleichbedeutend pantómimosgriech (παντόμιμος)
eWDG und ZDL

Bedeutung

oft musikalisch begleitete Darstellung einer Handlung durch Gesten und Gebärde, Mienenspiel oder Tanz
Beispiele:
eine Pantomime einstudieren, vorführen, zeigenWDG
er ist ein Meister der PantomimeWDG
Näheres will die Gruppe demnächst bekannt geben. Das Stück komme ohne gesprochene Sprache aus. Der Körper würde die Geschichten mit Mimik, Gestik, Tanz und Slapstick, Elementen aus der Pantomime und Clownerie zur Musik erzählen. [Theater-Company »LEMOUR«: Affen und Liebe inspirierten, 30.04.2021, aufgerufen am 30.04.2021]
[Charlie] Chaplins Medium sind die Gesten, ist die Pantomime, die Botschaft der Mimik und Bewegung. [Badische Zeitung, 13.01.2018]
Versucht mit eurer Körpersprache (Pantomime) das Geschehen einer der vier Fabeln darzustellen. [[o. A.]: Lesefreunde. Berlin 2002]
Intermedium (lat., Zwischenspiel; ital. intermedio, intermezzo; frz. intermède). Eine musikdramatische Zwischenaktunterhaltung bei Schauspielen in der Renaissance, bestehend aus Pantomimen, Maskeraden, Tänzen oder Musikstücken ohne Bezug zur Haupthandlung. [Reclams Opernlexikon. Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 7083]
Pantomime (grch.), theatralische Darstellung ohne Worte, durch bloße Gebärden, meist in Verbindung mit Tanz und Musik[…]. [Brockhaus’ Kleines Konversations-Lexikon. Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 55435]
[…] ein freier Phantasietanz, eine kleine[,] komplizierte Dichtung, beinahe schon eine Pantomime, die jeder Tänzer für sich allein spielte […] [ Hesse3,506]WDG
übertragen Am Schillerplatz beobachteten sie die Pantomime des Verkehrspolizisten und ließen sich von ihm hinüberwinken. [Schulze, Ingo: Neue Leben. Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 704]

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Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pantomime · Pantomime
Pantomime m. ‘Gebärdenkünstler’ (18. Jh., zuvor in lat. Form Pantomimus, Ende 17. Jh.), Entlehnung aus lat. pantomīmus, griech. pantómīmos (παντόμιμος), einer in Italien (zur Zeit des Augustus) aufkommenden Bezeichnung für den ‘durch Tanz, Bewegung, Mienen- und Gebärdenspiel agierenden Schauspieler’ und für das ‘Gebärden(schau)spiel’; für letzteres steht auch lat. pantomīma, woraus Pantomime f. ‘Gebärdenschauspiel, Ballett, Gebärde, Gebärdensprache’ (Mitte 18. Jh.). Zur Zusammensetzung s. pan- und Mime.

Typische Verbindungen zu ›Pantomime‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pantomime‹.

Zitationshilfe
„Pantomime“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pantomime#1>.

Weitere Informationen …

Pantomime, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Pantomimen · Nominativ Plural: Pantomimen
Aussprache  [pantoˈmiːmə]
Worttrennung Pan-to-mi-me
Herkunft zu gleichbedeutend pantómimosgriech (παντόμιμος)
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

Künstler, der Pantomimen¹ aufführt
Beispiele:
[…] [Marcel] Marceau, der schon als Junge auffällig introvertiert war, sprach wenig – so revolutionierte er dann auch als Pantomime später die Kunst, ohne Worte, nur mit Körper und Gesten. [Eine Schicht Zuckerguss liegt über allem (neues deutschland), 13.10.2021, aufgerufen am 13.10.2021]
Nach Erkenntnissen des bekannten Pantomimen und Körpersprache‑Experten Samy Molcho werden 80 Prozent unserer Reaktionen und Entscheidungen durch nonverbale Kommunikation ausgelöst und nur 20 Prozent durch das, was wir sagen. [6 Dinge, mit denen ihr euren Partner verletzt, ohne etwas zu sagen, 25.10.2021, aufgerufen am 25.10.2021]
Wieder ohne Worte ging es schließlich bei Pantomime Julien Cottereau weiter. Der Künstler vom Cirque du Soleil unterscheidet sich von anderen Pantomimen dadurch, dass er auch Geräusche in seine Routinen mit einbaut. Mal furchteinflößend wie ein wildes Tier, später aber ulkig und handzahm, wenn Cottereau beim Putzen abstruseste Geräusche von sich gibt. [»Storytelling Festival« erzählt Geschichten auf ungewöhnliche Weise, 25.10.2021, aufgerufen am 25.10.2021]
»Wie kann man so eine Ästhetik, so eine leichte Geschichte so intelligent, so poetisch während eines Krieges erschaffen?«, staunt die Regisseurin noch heute. Der Film [»Kinder des Olymp«] spielt im Paris um 1830. Theater wurde damals zensiert, und so wird ein Pantomime zum Star, der alles auf die Bühne bringt, ohne etwas auszusprechen. [Berliner Morgenpost, 20.01.2018]
Zirkus Roncalli hat einen neuen Clown: den Pantomimen David. [Der Spiegel, 01.10.1984]

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Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pantomime · Pantomime
Pantomime m. ‘Gebärdenkünstler’ (18. Jh., zuvor in lat. Form Pantomimus, Ende 17. Jh.), Entlehnung aus lat. pantomīmus, griech. pantómīmos (παντόμιμος), einer in Italien (zur Zeit des Augustus) aufkommenden Bezeichnung für den ‘durch Tanz, Bewegung, Mienen- und Gebärdenspiel agierenden Schauspieler’ und für das ‘Gebärden(schau)spiel’; für letzteres steht auch lat. pantomīma, woraus Pantomime f. ‘Gebärdenschauspiel, Ballett, Gebärde, Gebärdensprache’ (Mitte 18. Jh.). Zur Zusammensetzung s. pan- und Mime.

Typische Verbindungen zu ›Pantomime‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pantomime‹.

Zitationshilfe
„Pantomime“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pantomime#2>.

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