Papp, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Papp(e)s · Nominativ Plural: Pappe · wird meist im Singular verwendet
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

landschaftlich
1.
dicker (Mehl)brei
2.
klebrige Masse, Kleister
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Papp · Pappe1 · pappen · päppeln · pappig
Papp m. Pappe1 f. ‘Kinderbrei, Kleister’, frühnhd. papp(e), pepp(e) (Ende 15. Jh., doch wohl älter). Elementares Lallwort der Kindersprache, das mit seinen Lippenlauten den Eßvorgang nachahmt. Vergleichbare Formen in anderen Sprachen dürften voneinander unabhängig entstanden sein; vgl. lat. pappa, mnd. mnl. pap(pe), engl. nl. pap ‘Kinderbrei’. pappen Vb. ‘Brei essen, zu essen geben, kleistern, kleben’ (15. Jh.); vgl. lat. pappāre ‘essen’. Dazu das Intensivum päppeln Vb. ‘sorgsam füttern, ernähren, hätscheln’, mhd. pepelen ‘füttern, zärtlich umgehen, pflegen’; meist in Zusammensetzungen aufpäppeln, hochpäppeln, verpäppeln (19. Jh.). pappig Adj. ‘breiartig, klebrig’ (belegt seit Anfang 19. Jh., doch wohl älter).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Altpapier Attrappe Bioabfall Blech Draht Gips Holz Holzstoff Karton Kartonage Kleister Kunststoff Leim Lohnsteuerkarte Lump Meisterschale Papier Papp Plastik Schaumstoff Sperrholz Styropor Weißblech Wellblech Zellstoff aufkleben ausschneiden basteln nachbauen vernageln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Papp‹.

Zitationshilfe
„Papp“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Papp>, abgerufen am 15.10.2019.

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