Pappel, die
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pappel · Nominativ Plural: Pappeln
Aussprache
WorttrennungPap-pel (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Pappel‹ als Erstglied: ↗Pappelallee  ·  mit ›Pappel‹ als Letztglied: ↗Schwarzpappel
eWDG, 1974

Bedeutung

zweihäusiger, zu den Weidengewächsen gehörender Laubbaum mit weichem Holz, der einen hohen, schlanken Stamm hat, Kätzchen trägt und dessen Blätter herzförmig bis eiförmig sind
Beispiele:
eine schlanke, hohe Pappel
die Allee, der Platz ist von Pappeln umsäumt
die Pappeln rauschen im Wind
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pappel f. (landschaftlich) ‘Malve’, ahd. papula (9. Jh.), mhd. papel, asächs. pappilla, mnd. poppele. Die mit verschiedenen l-Suffixen gebildeten Namensformen gehören wohl zu den unter ↗Papp (s. d.) verzeichneten Substantiven, da die schleimhaltigen Malven seit alter Zeit zu Breiumschlägen und die schleimhaltigen Früchte auch als Nahrung verwendet werden. Wegen des Gleichklangs mit ↗Pappel ist der Name in der Literatursprache von ↗Malve (s. d.) verdrängt worden.

Pappel f. Name für den schnellwüchsigen Laubbaum mit zweihäusigen Kätzchenblüten aus der Familie der Weidengewächse. Mhd. papelboum (13. Jh.), verdeutlichende Bildung neben mhd. papel(e), spätmhd. popel, mnd. poppele ist eine Entlehnung aus lat. pōpulus f. bzw. mlat. papulus f.
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ahorn Ahornbäumen Akazien Birken Eichen Erlen Eschen Fällung Hainbuchen Karlplatz Kastanien Kiefern Kopfweiden Laubbäume Lärchen Maulbeerbäumen Obstbäume Pinien Platanen Robinien Schilf Silberweiden Trauerweiden Ulmen Weiden Zypressen gefällte schnellwachsenden säumen

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Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Pappeln rascheln leise im Wind, auch die silbrigen Blätter der Oliven.
Der Tagesspiegel, 20.12.1997
Dem stehen mittlerweile die zwei Pappeln im Wege, die vor 20 Jahren gepflanzt wurden.
Süddeutsche Zeitung, 04.07.1996
Vor dem anderen Fenster war die leise schwankende Bewegung der Pappeln.
Wellershoff, Dieter: Die Sirene, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1980, S. 35
Und die Pappeln entblößten nach wie vor ihr Silber im Sturm.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 2
Und der erste Kuckuck rief hinter ihnen aus den Pappeln.
Matthiessen, Wilhelm: Das Mondschiff. In: ders., Das Rote U, Bayreuth: Loewes 1980 [1949], S. 219
Zitationshilfe
„Pappel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pappel>, abgerufen am 20.11.2017.

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