Paraffin, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Paraffins · Nominativ Plural: Paraffine
Aussprache
WorttrennungPa-raf-fin · Par-af-fin
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Paraffin‹ als Erstglied: ↗Paraffinkerze · ↗Paraffinlicht
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
(aus einem Gemisch wasserunlöslicher gesättigter Kohlenwasserstoffe bestehende) farblose bis weiße, wachsartige, weiche oder auch festere Masse, die bes. zur Herstellung von Kerzen, Bohnerwachs, Schuhcreme verwendet wird
2.
gesättigter, aliphatischer Kohlenwasserstoff, der je nach Größe u. Form der Moleküle bei Zimmertemperatur als gasförmige, flüssige oder feste Substanz vorkommt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Paraffin n. wachsähnliche Masse aus vorwiegend gesättigten Kohlenwasserstoffen (besonders zur Herstellung von Kerzen, Bohnerwachs), von dem Industriellen v. Reichenbach entdeckt und mit dem Kunstwort Paraffin bezeichnet (1830), zu lat. parum ‘wenig’ (aus lat. parvum, der neutralen Form von lat. parvus ‘klein’) und lat. affīnis ‘angrenzend, benachbart, verwandt’. Die gelehrte Bildung im Sinne von ‘wenig geneigt, chemische Verbindungen einzugehen, wenig reaktionsfähig’ erfolgt im Hinblick auf die geringe chemische Reaktionsneigung des Paraffins.

Typische Verbindungen zu ›Paraffin‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Benzin Bienenwachs Diesel Holz Kohlenwasserstoff Schmieröl Stearin Vaseline Wachs chloriert flüssig Öl

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Paraffin‹.

Verwendungsbeispiele für ›Paraffin‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn dann verwandeln wachsähnliche Paraffine den Diesel in eine zähe Masse, die von keinem Motor mehr verbrannt werden kann.
Bild, 24.12.2004
Diesel und Paraffin sind so knapp, dass sich die Preise verdoppelt haben.
Süddeutsche Zeitung, 06.10.2000
Mit den höher halogenierten Paraffinen reagiert metallisches Natrium unter heftiger Explosion.
Langenbeck, Wolfgang: Lehrbuch der Organischen Chemie, Dresden: Steinkopff 1938, S. 17
Dann kann man es in die gewünschten Scheiben schneiden, diese auf Glas aufkleben und das Paraffin durch ein Lösungsmittel entfernen.
Frisch, Karl von: Du und das Leben, Berlin: Verlag d. Druckhauses Tempelhof 1947 [1947], S. 32
Zum Schutz der Oberfläche vor schädigenden Einflüssen werden spezielle Überzüge (Kunstharze und Paraffin) verwendet.
o. A.: Lexikon der Kunst - R. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 29205
Zitationshilfe
„Paraffin“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Paraffin>, abgerufen am 19.02.2020.

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