Parfüm, das

Alternative SchreibungParfum
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Parfüms · Nominativ Plural: Parfüms/Parfüme
WorttrennungPar-füm · Par-fum
HerkunftFranzösisch
Rechtschreibregeln§ 20 (2)
Wortbildung mit ›Parfüm‹ als Erstglied: ↗Parfumduft · ↗Parfumflakon · ↗Parfumfläschchen · ↗Parfumwolke · ↗Parfümduft · ↗Parfümeur · ↗Parfümflakon · ↗Parfümfläschchen · ↗Parfümwolke
eWDG, 1974

Bedeutung

in Alkohol gelöste, meist gemischte natürliche oder synthetische Duftstoffe
Beispiele:
ein Flakon mit Parfüm/Parfum
ein Duft, eine Wolke von Parfüm/Parfum
ein scharfes, starkes, aufdringliches, durchdringendes, süßes, diskretes, liebliches Parfüm/Parfum
Parfüm/Parfum verspritzen, zerstäuben
sich mit Parfüm/Parfum betupfen
jmd., etw. riecht nach Parfüm/Parfum
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Parfüm · parfümieren · Parfümerie
Parfüm n. auch in frz. Schreibung und Aussprache Parfum ‘Duft-, Riechstoff, von Duftstoffen ausgehender Wohlgeruch’, übernommen (Anfang 18. Jh.) von gleichbed. frz. parfum m. (mfrz. parfum, perfum). Dieses, zunächst für jede Art angenehmen Geruchs geltend, ist eine postverbale Bildung zu mfrz. perfumer, mfrz. frz. parfumer ‘wohlriechend machen, durchduften’ (ursprünglich vor allem durch Erzeugen geruchsintensiver Dämpfe, namentlich zu Heilzwecken), das letztlich über vlat. *perfūmāre auf lat. fūmāre ‘rauchen, dampfen’, fūmus ‘Rauch, Dampf’ zurückgeht. Anfang des 17. Jhs. vereinzelt belegtes nhd. Perfumy dürfte auf ital. (älter) perfumo beruhen. parfümieren Vb. ‘mit Parfüm besprühen, betupfen, wohlriechend machen’ (um 1600), aus mfrz. frz. parfumer, anfangs auch perfümieren nach ital. (älter) perfumare. Parfümerie f. ‘Betrieb zur Herstellung oder Geschäft zum Verkauf von Parfümen und Kosmetika, Kunst der Bereitung und Zusammenstellung von Duftstoffen’ (Ende 18. Jh.), mit französierender Endung zu Parfüm, parfümieren gebildet (frz. parfumerie erst seit etwa 1800 bezeugt).

Thesaurus

Synonymgruppe
Duft · ↗Duftstoff · ↗Duftwasser · Parfum  ●  Parfüm  Hauptform
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Accessoire Aftershave Champagner Creme Deodorant Dessous Duft Eau de Toilette Essenz Flakon Haarpflege Kosmetik Kosmetikum Lederware Lippenstift Make-up Parfum Puder Rasierwasser Schmuck Seife Shampoo Spirituose Tabakware Waschmittel duften kreieren kreiert süßlich versprühen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Parfum‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber ihr Parfüm nahm er dafür um so stärker wahr.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 646
Die Mutter besprühte ihn mit ihrem Parfüm, das Kind schlief ein.
Süddeutsche Zeitung, 16.09.2003
Aber nach dem Parfüm von damals wird es nie mehr riechen.
Die Zeit, 28.02.1983, Nr. 09
Vielleicht ist sie gar nicht einmal auffallend hübsch, vielleicht hätte er sich sonst nie nach ihr umgeschaut - aber das Parfüm!
Smolka, Karl: Gutes Benehmen von A - Z. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1957], S. 19066
Wer uns nicht nahekommt, ist nicht gezwungen, ein fremdes aufdringliches Parfüm einatmen zu müssen.
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 35
Zitationshilfe
„Parfüm“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Parfüm>, abgerufen am 15.11.2019.

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