Parteistrafe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungPar-tei-stra-fe
WortzerlegungParteiStrafe
eWDG, 1974

Bedeutung

DDR einem Mitglied einer marxistisch-leninistischen Partei von der Partei erteilte Strafe
Beispiele:
eine Parteistrafe erteilen, erhalten
die Löschung einer Parteistrafe

Typische Verbindungen
computergeneriert

belegen mild verhängt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Parteistrafe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Den Kopf hat es K. nicht gekostet, aber er wurde degradiert, und die Parteistrafe, die man ihm verpaßte, schmerzte ihn noch mehr.
Die Zeit, 18.12.1992, Nr. 52
Und passend zu seiner milden Parteistrafe stellten sich prompt Gerüchte ein.
Der Tagesspiegel, 24.03.2001
Sie sind auch für die Aufhebung oder Revision von Parteistrafen zuständig.
Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - P. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 8169
Am Schluß der Tortur würden die Parteistrafe stehen und die Versetzung.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 1058
Parteistrafen sind Verwarnung, Rüge, strenge Rüge, Versetzung in den Kandidatenstand, Ausschluß.
Eschenburg, Theodor: Staat und Gesellschaft in Deutschland, Stuttgart: Schwab 1957 [1956], S. 325
Zitationshilfe
„Parteistrafe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Parteistrafe>, abgerufen am 18.11.2019.

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