Parvenü, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Parvenüs · Nominativ Plural: Parvenüs
Aussprache
WorttrennungPar-ve-nü (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Parvenü‹ als Erstglied: ↗parvenühaft
eWDG, 1974

Bedeutung

abwertend jmd., der schnell hochgekommen und reich geworden ist, wenig Bildung besitzt und seinen Reichtum protzig zur Schau stellt, Emporkömmling
Beispiel:
Gundermann ist ein Bourgeois und ein Parvenü [FontaneStechlinI 5,206]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Parvenü m. ‘Emporkömmling, Aufsteiger, Neureicher’, Entlehnung (Ende 18. Jh., kurz vor Ausbruch der französischen Revolution) von gleichbed. frz. parvenu, dem substantivierten Part. Perf. von frz. parvenir ‘anlangen, emporkommen’, das auf lat. pervenīre ‘hin-, ankommen, gelangen, erreichen, bekommen’ beruht (vgl. lat. venīre ‘kommen, gelangen’). Das Mode- und Schlagwort des 18./19. Jhs. erhält schon bald Konkurrenz durch Verdeutschungen und Ersatzwörter wie ↗Emporkömmling, ↗Glückspilz (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Arrivierter · ↗Aufsteiger · ↗Emporkömmling · Neureicher  ●  ↗Homo novus  geh., lat. · Parvenu  geh. · Parvenü  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
Zitationshilfe
„Parvenü“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Parvenü>, abgerufen am 27.05.2019.

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