Passe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Passe · Nominativ Plural: Passen
Aussprache 
Worttrennung Pas-se
Wortbildung  mit ›Passe‹ als Letztglied: ↗Rückenpasse · ↗Schulterpasse · ↗Vorderpasse
eWDG, 1974

Bedeutung

eingesetztes Schulterteil bei Kleidungsstücken und Wäschestücken, Koller
Beispiele:
der Mantel hat eine gesteppte Passe
eine Bluse mit loser Passe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

passen · anpassen · aufpassen · verpassen · unpäßlich · Passe
passen Vb. ‘sich eignen, angemessen, recht sein, gelegen kommen, in der Größe entsprechen’ (17. Jh.; transitiv ‘angemessen, geeignet machen, genau einfügen’ seit Ende 16. Jh.), auch ‘achtgeben’ (15. Jh.), mhd. (westmd.) gepassen ‘erreichen’ (vgl. niederrhein. passen ‘gelangen, das Ziel erreichen’ und ‘zusammentreffen, übereinstimmen, angemessen sein’, 1477); über mnl. passen ‘zumessen, fügen, ordnen, abrichten, achtgeben, gelegen kommen, durchqueren’, mnd. passen ‘angemessen machen, geeignet sein, achtgeben, berücksichtigen, vorbeifahren’ entlehnt aus afrz. frz. passer ‘sich von einem Orte an einen anderen bewegen, durchqueren, überschreiten, vorüber-, vergehen’, frz. auch ‘annehmbar, erträglich sein’ (s. ↗passieren). Als Ausdruck des Würfel- und Kartenspiels steht passen vom 17. Jh. an für ‘ein Spiel vorübergehen lassen, abgeben’, daher übertragen für ‘abwarten’ (17. Jh.), ‘nicht mithalten, verzichten’ (Ende 18. Jh.). anpassen Vb. ‘passend machen, in Übereinstimmung bringen’, reflexiv ‘sich angleichen, einordnen’ (wie nl. aanpassen), älter ‘passend sein, entsprechen’ (18. Jh.). aufpassen Vb. ‘achtgeben, aufmerksam sein, auflauern’ (17. Jh.), im Anschluß an die Fügung auf etw. passen (16. Jh.). verpassen Vb. ‘versäumen, durch Unachtsamkeit verfehlen’ (17. Jh.), in moderner Umgangssprache (zunächst wohl soldatensprachlich) auch ‘zuteilen, zukommen lassen, anprobieren’ (Anfang 20. Jh.). unpäßlich Adj. ‘unwohl, leicht erkrankt’ (um 1600), vgl. frühnhd. unbäßig (15. Jh.). Passe f. ‘eingesetztes Schulterteil eines Kleidungsstücks’ (20. Jh.), zuvor ‘vorderer, das Gesicht schützender Rand am Damenhut’ (19. Jh.), in diesem Sinne nach mfrz. frz. passe, Ableitung von afrz. frz. passer (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
Schulterteil (eines Oberhemds)  ●  Göller  fachspr., schweiz. · Passe  fachspr. · ↗Rückenpasse  fachspr. · ↗Sattel  fachspr. · Schulterpartie  ugs. · ↗Schulterpasse  fachspr.

Typische Verbindungen zu ›Passe‹

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Verwendungsbeispiele für ›Passe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Passen Sie mal auf, sagte er, der Ball, der am Tor vorbeiging, ist jetzt schon hinter dem Mond.
Die Zeit, 27.02.2012, Nr. 09
Passen Ihre relativ unspektakulären Filme überhaupt noch in die Zeit?
Süddeutsche Zeitung, 19.03.2004
Auf ihren 50 Stichen hat C. de Passe alle Lektionen der Hohen Schule dargestellt.
o. A.: Lexikon der Kunst - R. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 31960
Zweimal wurde ich übermütig und verlor auf Rot vier Fünfziger-Zitronen, dasselbe mit einer Zweihunderter-Orange auf Passe.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 384
Passe deine Kleidung den Erfordernissen deines Berufes an und putze dich nicht unnötig auf.
Franken, Konstanze von [d.i. Stoekl, Helene]: Handbuch des guten Tones, Berlin: Hesse 1936, S. 105
Zitationshilfe
„Passe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Passe>, abgerufen am 24.11.2020.

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