Pastete, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pastete · Nominativ Plural: Pasteten
Aussprache
WorttrennungPas-te-te
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Pastete‹ als Letztglied: ↗Fischpastete · ↗Fleischpastete · ↗Gemüsepastete · ↗Gänseleberpastete · ↗Leberpastete · ↗Zungenpastete
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Gebäck aus Blätterteig mit einer Füllung, besonders aus Fleisch, Fisch, Pilzen oder Gemüse
Beispiele:
eine pikante, leckere Pastete
eine mit Gänseleber, Schweinefleisch, Champignons gefüllte Pastete
2.
in Formen erhitzte und mit einem Fettrand versehene, hochwertige Fleischware aus feingehacktem Fleisch
Beispiel:
eine Pastete aus Leber, Zunge
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pastete f. ‘mit feinem Fleisch, Fisch oder Gemüse gefülltes Blätterteiggebäck’. An spätlat. pasta (wovon afrz. paste, frz. pâte ‘Teig’; s. ↗Paste) schließen sich die im Galloroman. fortlebenden Weiterbildungen vlat. *pastātum, *pastāta an, vgl. afrz. pasté (vereinzelt pastede), frz. pâté ‘Pastete’, afrz. pastee ‘Färberwaid’, frz. pâtée ‘Teig zum Stopfen des Geflügels, Futterbrei’, aprov. pastada ‘gepreßtes Wachs’. Entlehnungen aus dem Roman. sind mnl. pasteide, posteide, pasteie, die um 1350 auch im Mnd. begegnen. Aus dem Mnl. und Mnd. stammt spätmhd. pastēde, bastēde (14. Jh.), mit Schwund des mnl. mnd. i vor d. Die seit frühnhd. Zeit gültige Form Pastete erklärt sich teils aus der hd.-obd. Neigung, t für d eintreten zu lassen, teils aus dem Einfluß schon früher ins Dt. eingebürgerter Wörter auf -ete, -et mlat. oder frz. Ursprungs wie mhd. lamprēte, plānēt(e), prophēte, vgl. Öhmann in: Neuphilolog. Mitt. 74 (1973) 3 ff.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auster Braten Brot Fisch Fleisch Herstellung Kaviar Kuchen Käse Lachs Obst Prosecco Ragout Salami Salat Schinken Suppe Terrine Torte Wein Wurst Würstchen backen essen fein frisch gefüllt hausgemacht servieren verarbeiten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pastete‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Name der Boote ist beinahe identisch mit dem Namen der sehr bekannten russischen Pastete.
Der Tagesspiegel, 21.11.2004
Wer nicht genug legt, dem droht das Ende als Pastete.
Die Zeit, 14.08.2000, Nr. 33
Schließlich kann er nicht mehr anders und verschlingt gierig die Pastete.
Fath, Rolf: Werke - K. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 9267
Bei Pasteten, die ebenfalls mit der Gabel gegessen werden, darf auch der Löffel zu Hilfe genommen werden.
Smolka, Karl: Gutes Benehmen von A - Z. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1957], S. 18963
Pasteten, Ragout fin, russische oder sonstige Eier lassen sich mühelos mit der Gabel allein verzehren.
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 366
Zitationshilfe
„Pastete“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pastete>, abgerufen am 21.02.2019.

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