Pastinake, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pastinake · Nominativ Plural: Pastinaken
Aussprache 
Worttrennung Pas-ti-na-ke
Herkunft aus pastinācalat ‘Möhre’
Duden, GWDS, 1999 und DWDS

Bedeutungen

Pastinakenpflanze
Pastinakenpflanze
(Magnus Manske, CC BY-SA 3.0)
1.
sehr hohe krautige Pflanze der Gattung Pastinaken aus der Familie der Doldenblütler, die in goldgelben Dolden blüht und deren möhrenartige gelbliche Wurzel als Gemüse verwendet wird
Beispiele:
Viele Nutzpflanzen wie Pastinaken und Schwarzwurzeln, die es früher schon gab und die durch die Industrialisierung der Lebensmittelproduktion aus den Läden verschwanden, wachsen im Ippenburger Küchengarten. [Welt am Sonntag, 21.06.2015]
[…] es gab […] Wochen, in denen das Wetter mild war und alles wie von selbst wuchs, ähnlich wie in den Beeten meiner Haushälterin hinter der Küche, französischer und lappländischer Kohl, rote [sic!] Bete, Karotten, Pastinaken, Erbsen, Rettich, Salat, Zwiebeln, Petersilie, andere Kräuter sowie Erdäpfel[…]. [Schrott, Raoul: Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde. [o. O.]: Hanser Verlag 2003, S. 173]
Sie habe mit Vergnügen gelesen – schrieb die Garten‑Freundin –, daß ich den Pastinak im Garten hätte; in ihrem Garten lebe nämlich die Pastinake, und da könne man doch einmal ausprobieren, was dabei herauskäme, wenn man die beiden zusammenbrächte. [Die Zeit, 07.02.1992]
30 Gemüsearten, darunter zum Beispiel der Chinakohl, die Pastinake oder der aromatische Knollenfenchel kommen auf den Berliner Feldern vor. [Neues Deutschland, 19.03.1985]
Pastinaken [Überschrift] In seiner äußeren Form gleicht dieses Gemüse großen Petersilienwurzeln. [[o. A.]: Wir kochen gut. Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 85]
Die Wurzel der Pastinake ist ziemlich frosthart. [[o. A.]: Ratgeber für den Feingemüsebau im Freiland. Berlin: VEB Dt. Landwirtschaftsverl 1962, S. 409]
Kerbelrüben, Pastinaken und Schwarzwurzel benötigen keine frische Düngung, dasselbe gilt von der Frühlingszwiebel. [Die Landfrau, 12.09.1925]
Essbare Pastinakenwurzel
Essbare Pastinakenwurzel
(Tiia Monto, CC BY-SA 4.0)
2.
Wurzel der Pastinake (1), die zu einem aromatischen Gemüse verarbeitet werden kann
Beispiele:
Die Mairüben, die Karotten, die Pastinaken schälen und je nach Größe halbieren, vierteln oder ganz lassen und in einem flachen Topf in Sonnenblumenöl sachte anbraten, anschließend aus dem Topf nehmen. [Welt am Sonntag, 31.03.2019]
Die Pastinaken im Ofen 40 bis 45 Minuten braten, bis sie innen weich und außen knusprig und karamellisiert sind. [Zeit Magazin, 06.10.2017 (online)]
Lange verschmäht, gilt die Pastinake jetzt wieder als hip. Sie schmeckt nussig‑süß, enthält Mineralstoffe und ist sanft zu Magen und Darm. Geschält und gekocht eignet sie sich auch als Babynahrung. [Bild, 24.03.2017]
Ein erstaunlich vielseitiges Wurzelgemüse ist die Pastinake, eine wiederentdeckte alte Sorte. Sie schmeckt sowohl in Gemüsecremesuppen[…], als auch als Rohkost geraspelt in Salaten oder als Püree gemischt mit Erdäpfeln […]. [Der Standard, 17.02.2015]
Einmal wöchentlich schellt bei 460 schwäbischen Familien der Biomann. Sein Überraschungssortiment: Möhren und Endivien, Weißkohl und Sellerie, die kartoffelähnliche Topinambur oder eine Wurzelart namens Pastinaken. [Der Spiegel, 13.05.1991]

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pastinake f. auch Pastinak m., Wurzelgemüse, ahd. pastinac m. (9. Jh.), pastinaga f. (10. Jh.), mhd. pasternac m., pasternacke f., entlehnt aus lat. pastināca f. ‘Möhre’.

Thesaurus

Botanik
Synonymgruppe
Moorwurzel · Pastinak · Pastinake
Oberbegriffe
Zitationshilfe
„Pastinake“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pastinake>, abgerufen am 16.10.2021.

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