Pauschalkritik, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pauschalkritik · Nominativ Plural: Pauschalkritiken · wird selten im Plural verwendet
Aussprache [paʊ̯ˈʃaːlkʀiˌtiːk]
Worttrennung Pau-schal-kri-tik
Wortzerlegung pauschalKritik
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

bildungssprachlich, abwertend generelle, nicht differenzierende und daher als unsachlich beurteilte negative Bewertung, Kritik (1, 2)
Beispiele:
Pauschalkritik an ganzen Berufsgruppen wie den Bankern lehnte der Präsident ab. [Süddeutsche Zeitung, 16.11.2012]
Nach Niederlagen deprimierte er [der Trainer] sie zusätzlich durch öffentliche Pauschalkritik: »Ihr habt kümmerlich gespielt.« [Der Spiegel, 25.04.1966, Nr. 18]
Hat die Polizei ein Problem mit rechten Beamten? So unfair Pauschalkritik auch ist, Fälle gibt es genug. [Welt am Sonntag, 23.12.2018, Nr. 51]
Politiker in Deutschland sind mehr als in jedem anderen Land Schmähungen und Pauschalkritik ausgesetzt. [Bild, 29.11.2018]
Der Begriff »Gutmensch« floriere laut Jury [für das Unwort des Jahres] nicht mehr nur im rechtspopulistischen Lager als Kampfbegriff, sondern werde auch von Journalisten in Leitmedien als Pauschalkritik an einem »Konformismus des Guten« benutzt. [Süddeutsche Zeitung, 13.01.2016]
Nach den ersten Pauschalkritiken aus der deutschen Klimawissenschaftlerszene beginnt nun offenbar eine detaillierte Beschäftigung mit den fachlichen Inhalten des Buches »Die kalte Sonne«. [Die kalte Sonne, 10.02.2012, aufgerufen am 14.09.2018] ungewöhnl. Pl.

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Pauschalkritik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pauschalkritik>, abgerufen am 23.01.2021.

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