Pause, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pause · Nominativ Plural: Pausen
Aussprache  [ˈpaʊ̯zə]
Worttrennung Pau-se
eWDG und ZDL

Bedeutung

vorübergehendes AufhörenWDG;
kurzzeitige Unterbrechung
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine kurze, lange Pause; eine kreative, schöpferische Pause; eine unfreiwillige Pause
als Akkusativobjekt: eine Pause füllen, überbrücken
in Präpositionalgruppe/-objekt: ein Comeback nach einer Pause
als Aktivsubjekt: eine Pause droht, entsteht, tritt ein; die Pause dauert [15 Minuten]
Beispiele:
eine Pause (beim Sprechen) machen, einschaltenWDG
das Kabarettprogramm lief ohne Pause durchWDG
es kam zu einer unfreiwilligen, verlegenen PauseWDG
Er [Erzbischof Ludwig Schick] spricht langsam, teilweise mit großen Pausen, und beendet, als gebürtiger Hesse und langjähriger Wahlfranke gleichermaßen, seine Aussagen hin und wieder mit einem optimistischen »Gell?«. [Die Welt, 21.07.2018]
Als Arbeitszeit definiert das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) die Phase vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne Pausen. [Süddeutsche Zeitung, 21.10.2017]
Typisch für den Tanz waren die »Breaks« genannten schnellen Bewegungen, die durch Pausen unterbrochen wurden. [Neue Zürcher Zeitung, 30.11.2016]
Ihr alles überragender Auftritt findet nach der Pause statt, und überhaupt ist der ganze letzte Akt viel kräftiger inszeniert als die beiden ersten. [Berliner Zeitung, 25.03.1999]
a)
vorübergehende RuhezeitWDG;
Auszeit
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine kurze, lange Pause; eine dreimonatige, einjährige Pause
als Akkusativobjekt: eine Pause machen, einlegen; sich eine Pause gönnen
hat Präpositionalgruppe/-objekt: eine Pause zum Durchatmen, zur Regeneration
als Genitivattribut: der Beginn, das Ende der Pause
Beispiele:
eine (kurze) Pause machen, einschieben, einlegen, einschalten
Von Vorteil sei die längere Pause zwischen dem Abschluss der Bundesliga und dem Olympia‑Start im Sommer. »Anders als die WM 2015 ist Olympia erst relativ spät im Jahr. Es ist gut, dass wir die Spielerinnen vorher noch in den Urlaub schicken können«, erklärte die Bundestrainerin. [Die Zeit, 27.11.2015 (online)]
Die Pausen dienen der Erholung und der freien Gestaltung der Zeit, nach Lust und Laune. [Neue Zürcher Zeitung, 07.07.2014]
Durch diese Pause hatten die bewirtschafteten Böden Zeit zur Regeneration, wodurch der Humusschicht ihre Fruchtbarkeit erhalten blieb. [Am Anfang war die Ökologie, 01.12.2003, aufgerufen am 01.09.2020]
Um mich auszuruhen, machte ich in der Raststätte Gudow Pause. [Berliner Zeitung, 20.05.1998]
So arbeitet [Autor Honoré de] Balzac wochen‑ und monatelang ohne Unterbrechung und gönnt sich keine Pause. [ St. ZweigBalzac193]
b)
Musik Unterbrechung zwischen Tönen, deren Dauer vom vorgegebenen Tempo¹ (2) und Metrum (2) abhängt
siehe auch Notenwert
Beispiele:
beim Musizieren die Pausen einhaltenWDG
Jeder, der sich einmal mit einem Instrument versucht hat, wird wissen, wie fleißig man geübt haben muss, diese Achtelläufe, unterbrochen von Vierteln, halben Noten, Pausen, mit und ohne Punkt, mitunter gespickt mit Vor‑ und Auflösungszeichen, richtig in den Griff zu bekommen. [Saarbrücker Zeitung, 06.03.2018]
Natürlich gibt es in der abendländischen Musik viel mehr Töne als Pausen. Aber auch sehr viel mehr Pausen pro Stück, als, zum Beispiel, ein durchschnittlicher Arbeitsalltag hat. Anders als auf der Arbeit sind die Pausen in der Musik nicht positiv konnotiert. Sie dienen nicht der Entspannung. [Neue Zürcher Zeitung, 25.12.2017]
Musikalisch standen die Pause und die Fermate im Fokus [des Festivals], das kurze Innehalten, das in der Musik besondere Spannungen erzeugt. [Neue Zürcher Zeitung, 05.08.2014]
Die beiden ersten Posaunisten vertreiben sich die vielen Takte Pause damit, den benachbarten Solotrompeter mit kleinen Witzen vom pünktlichen Einsatz abzubringen – immer wieder mit großem Erfolg. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.03.2004]

letzte Änderung:

Zum Originalartikel des WDG gelangen Sie hier.

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pause1 · pausieren
Pause1 f. ‘Unterbrechung einer Tätigkeit, kurze Zeit für Rast und Erholung’, mhd. pūse, entlehnt aus afrz. pose ‘Ruhe, Zeitraum’, einer Bildung zu afrz. poser ‘ruhen’, (reflexiv) ‘die Arbeit unterbrechen’ (besonders aber ‘setzen, stellen, legen’; s. imponieren), dem spätlat. (und wohl schon älteres vlat.) pausāre ‘innehalten, pausieren, ruhen’ zugrunde liegt. pausieren Vb. ‘innehalten, aussetzen, unterbrechen, (aus)ruhen’ (15. Jh.), spätlat. pausāre; vgl. mhd. pūsen ‘sich aufhalten, rasten’.

Typische Verbindungen zu ›Pause‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pause‹.

Zitationshilfe
„Pause“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pause#1>, abgerufen am 23.09.2021.

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Pause, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pause · Nominativ Plural: Pausen
Aussprache  [ˈpaʊ̯zə]
Worttrennung Pau-se
eWDG

Bedeutung

durch Abpausen mit Pauspapier hergestellte Kopie
Beispiele:
die Pause einer Landkarte, Skizze
sie fertigte Pausen von technischen Zeichnungen an
Technik auf fototechnischem Wege hergestellte Kopie, Lichtpause
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

pausen · Pause2 · Pauspapier
pausen, Vb. älter auch bausen, bauschen, pauschen, ‘durchzeichnen’, meist durchpausen, älter durchpauschen, -bauschen (2. Hälfte 17. Jh.), trotz lautlicher Differenzen wohl entlehnt aus frz. poncer ‘ein durchstochenes Muster, eine durchstochene Zeichnung mit einem Bimsstein-, später Kohle- oder Kreidepulver enthaltenden Beutel (daher im Dt. lautlich an Bausch, s. d., angeglichen?) abreiben und dadurch auf Papier übertragen’, afrz. poncier ‘mit Bimsstein polieren’. Zu afrz. frz. ponce ‘Bimsstein’, aus vlat. pōmex, lat. pūmex ‘Bimsstein’. Pause2 f. älter Bause, ‘Durchzeichnung’ (18. Jh.), Pauspapier n. (Ende 19. Jh.).
Zitationshilfe
„Pause“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pause#2>, abgerufen am 23.09.2021.

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