Pech, das
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Pechs/Peches · Nominativ Plural: Peche · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Pech‹ als Erstglied: Pechblende · Pechbrenner · Pechdraht · Pechfackel · Pechkohle · Pechmännlein · Pechnase · Pechnelke · Pechpfanne · Pechpflaster · Pechschwitzer · Pechstein · pechfinster · pechrabenschwarz · pechschwarz
 ·  mit ›Pech‹ als Letztglied: Birkenpech · Erdpech · Kindspech · Schusterpech · Teerpech · Tonnenpech
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
schwarzer, klebriger Rückstand bei der Destillation von Steinkohlenteer, Braunkohlenteer oder Holzkohlenteer und Erdöl
Beispiele:
weiches, hartes Pech
seine Hände waren schwarz wie Pech
die Ritzen in einer Tonne mit Pech verschmieren
einen Kahn mit Pech abdichten
etw. klebt wie Pech
die beiden halten zusammen wie Pech und Schwefel (= halten fest zusammen) umgangssprachlich
wer Pech angreift, besudelt sich (= wer sich mit etw. Unlauterem befaßt, verliert seinen guten Ruf) sprichwörtlich
sie gossen ... siedendes Pech über die Angreifer [KusenbergNicht zu glauben109] historisch
2.
süddeutsch, österreichisch Harz
Beispiel:
das Pech quillt aus dem Kiefernstamm
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pech · Pechvogel · pichen · verpichen
Pech n. dunkelfarbiger, zähklebriger Rückstand bei der Destillation von Stein-, Braun- und Holzkohlenteer, übertragen (18. Jh.) ‘Mißgeschick, Unglück’, ahd. peh (um 800), mhd. pech, bech ‘zähklebriges, eingesottenes Baumharz, durch Einkochen gewonnener Holzteer’, übertragen ‘Höllenfeuer, Hölle’ ist wie asächs. pik, mnl. pec, pic, nl. pek, pik entlehnt aus gleichbed. lat. pix f. (Gen. picis) bzw. aus einer darauf beruhenden galloroman. Form. Übertragener Gebrauch im Sinne von ‘Unglück’ schließt wohl an den älteren Gebrauch ‘Höllenstrafe’ an; danach verbreitet sich aus der Studentensprache des 18. Jhs. die Wendung Pech haben ‘Unglück haben, in einer fatalen Lage sein, Widriges erfahren’ (wie der am mit Pech bestrichenen Zweig klebende und daher leicht zu fangende Vogel) und das Kompositum Pechvogel m. ‘Mensch, der Unglück hat bzw. Unglück bringt’. pichen Vb. ‘mit Pech bestreichen, (ver)kleben, abdichten’, mhd. bichen, pichen, mnd. peken. verpichen Vb. (16. Jh.), auch verpechen.
OpenThesaurus (09/2016)

Thesaurus

Synonymgruppe
(den) schwarzen Peter haben  ugs. · (die) Arschkarte (gezogen) haben  ugs. · dummer Zufall · Misere · Unbill · Ungemach  geh. · Unglück
Assoziationen
Antonyme
Botanik
Synonymgruppe
Synonymgruppe
Synonymgruppe
(das war) (einfach) Pech! · da hast du einfach Pech gehabt  ugs. · dumm gelaufen  ugs. · kann passieren · Pech gehabt! · shit happens
Assoziationen
  • (das ist) der Lauf der Welt · (das) ist einfach so · (das) ist halt so  ugs. · (es) ist nun mal so  ugs. · Et kütt wie et kütt.  ugs. · c'est la vie  ugs. · da kann man nichts machen  ugs. · da machste nix (dran)  ugs. · es ist, wie es ist  ugs. · ist doch so!  ugs. · kann passieren  ugs. · nicht zu ändern sein · so ist das Leben (eben) · so ist das nun mal · so ist nun mal das Leben · so läuft das heute
  • Ironie des Schicksals  geh. · dummer Zufall  ugs.
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das einzige Pech, das sein Leben verbitterte, war sein Sohn.
Die Welt, 13.03.2004
Dafür kann man mit etwas Pech immer noch hinter Gitter wandern.
Der Tagesspiegel, 24.10.2002
Es war nichts zu machen, er hatte nun eben immer Pech.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 2, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 122
Über jeden, der Pech hat, liebt man zu schmunzeln, und ist er klug, so tut er selber mit.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 1, Berlin: Aufbau-Verl. 1954, S. 461
Nie wieder, denn schon einmal habe ich hier Pech gehabt.
Trott, Magda: Puckis neue Streiche, Stuttgart: Titania (1951) [1920], S. 30
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dummheit Glück Hacken Pannen Peinlichkeiten Pfostenschüssen Pleiten Schwefel Serie Stiefeln Teer Tüchtigen Ungeschick Unvermögen aufgebraucht beieinanderliegen doppeltes ereilte gehabt gepachtet haderte klebt kochendem siedendem unglaubliches unverdientes verdammtes verfolgt zusammenhalten zusammenliegen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pech‹.

Pech, das
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Pechs/Peches · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Pech‹ als Erstglied: Pechsträhne · Pechvogel
 ·  mit ›Pech‹ als Letztglied: Jagdpech · Jägerpech · Künstlerpech · Verletzungspech
eWDG, 1974

Bedeutung

unglücklicher Zufall, Missgeschick
Gegenwort zu Glück
Beispiele:
(ein) großes, besonderes, außergewöhnliches Pech
(ein) verdammtes Pech salopp
ich habe heute (viel) Pech
er hat bei dem Sturz Pech gehabt und sich [Dativ] ein Bein gebrochen
dass es den ganzen Tag regnete, war (für uns) Pech
sein (persönliches) Pech war, dass er niemanden angetroffen hat
da kann man von Pech reden
jmd. ist vom Pech verfolgt
der Zug ist gerade abgefahren, so ein Pech!
er hat bei, in, mit allem Pech
er hat Pech bei den Frauen (= er hat Misserfolg bei den Frauen)
Pech im Spiel, in der Liebe haben
jmd. hat Pech mit seinen Freunden, Lehrern
damit hast du Pech gehabt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pech · Pechvogel · pichen · verpichen
Pech n. dunkelfarbiger, zähklebriger Rückstand bei der Destillation von Stein-, Braun- und Holzkohlenteer, übertragen (18. Jh.) ‘Mißgeschick, Unglück’, ahd. peh (um 800), mhd. pech, bech ‘zähklebriges, eingesottenes Baumharz, durch Einkochen gewonnener Holzteer’, übertragen ‘Höllenfeuer, Hölle’ ist wie asächs. pik, mnl. pec, pic, nl. pek, pik entlehnt aus gleichbed. lat. pix f. (Gen. picis) bzw. aus einer darauf beruhenden galloroman. Form. Übertragener Gebrauch im Sinne von ‘Unglück’ schließt wohl an den älteren Gebrauch ‘Höllenstrafe’ an; danach verbreitet sich aus der Studentensprache des 18. Jhs. die Wendung Pech haben ‘Unglück haben, in einer fatalen Lage sein, Widriges erfahren’ (wie der am mit Pech bestrichenen Zweig klebende und daher leicht zu fangende Vogel) und das Kompositum Pechvogel m. ‘Mensch, der Unglück hat bzw. Unglück bringt’. pichen Vb. ‘mit Pech bestreichen, (ver)kleben, abdichten’, mhd. bichen, pichen, mnd. peken. verpichen Vb. (16. Jh.), auch verpechen.
OpenThesaurus (09/2016)

Thesaurus

Synonymgruppe
(den) schwarzen Peter haben  ugs. · (die) Arschkarte (gezogen) haben  ugs. · dummer Zufall · Misere · Unbill · Ungemach  geh. · Unglück
Assoziationen
Antonyme
Botanik
Synonymgruppe
Synonymgruppe
Synonymgruppe
(das war) (einfach) Pech! · da hast du einfach Pech gehabt  ugs. · dumm gelaufen  ugs. · kann passieren · Pech gehabt! · shit happens
Assoziationen
  • (das ist) der Lauf der Welt · (das) ist einfach so · (das) ist halt so  ugs. · (es) ist nun mal so  ugs. · Et kütt wie et kütt.  ugs. · c'est la vie  ugs. · da kann man nichts machen  ugs. · da machste nix (dran)  ugs. · es ist, wie es ist  ugs. · ist doch so!  ugs. · kann passieren  ugs. · nicht zu ändern sein · so ist das Leben (eben) · so ist das nun mal · so ist nun mal das Leben · so läuft das heute
  • Ironie des Schicksals  geh. · dummer Zufall  ugs.
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das einzige Pech, das sein Leben verbitterte, war sein Sohn.
Die Welt, 13.03.2004
Dafür kann man mit etwas Pech immer noch hinter Gitter wandern.
Der Tagesspiegel, 24.10.2002
Es war nichts zu machen, er hatte nun eben immer Pech.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 2, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 122
Über jeden, der Pech hat, liebt man zu schmunzeln, und ist er klug, so tut er selber mit.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 1, Berlin: Aufbau-Verl. 1954, S. 461
Nie wieder, denn schon einmal habe ich hier Pech gehabt.
Trott, Magda: Puckis neue Streiche, Stuttgart: Titania (1951) [1920], S. 30
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Typische Verbindungen
computergeneriert

Dummheit Glück Hacken Pannen Peinlichkeiten Pfostenschüssen Pleiten Schwefel Serie Stiefeln Teer Tüchtigen Ungeschick Unvermögen aufgebraucht beieinanderliegen doppeltes ereilte gehabt gepachtet haderte klebt kochendem siedendem unglaubliches unverdientes verdammtes verfolgt zusammenhalten zusammenliegen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pech‹.

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