Persiflage, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Persiflage · Nominativ Plural: Persiflagen
Aussprache
WorttrennungPer-si-fla-ge · Per-sif-la-ge (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1974

Bedeutung

gehoben feine, geistreiche Verspottung
Beispiele:
hinter seinen Worten steckt eine Persiflage
das Fernsehspiel war reine Persiflage
Der Schauspieler soll ... die deutliche Persiflage zeigen, die Schiller in die Figur dieses lächerlichen Hofmannes legte [WintersteinLeben2,182]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

persiflieren · Persiflage
persiflieren Vb. ‘auf eine feine und geistreiche Art verspotten’, entlehnt in der 2. Hälfte des 18. Jhs. aus gleichbed., im gleichen Jh. entstandenem frz. persifler, einer latinisierenden Verstärkung von frz. siffler ‘(aus)pfeifen, spotten’; vgl. spätlat. sīfilāre, lautmalende Umbildung von lat. sībilāre ‘zischen, pfeifen’. Persiflage f. ‘feine, geistreiche Verspottung, Spott, Spöttelei’ (2. Hälfte 18. Jh.), frz. persiflage m.

Thesaurus

Synonymgruppe
(geistreiche) Verspottung · Persiflage · ↗Spöttelei  ●  ↗Ridikülisierung  geh., franz.
Assoziationen
Synonymgruppe
Glosse · ↗Karikatur · ↗Parodie · Persiflage · ↗Satire · humoristische Verarbeitung · ↗Überspitzung · ↗Übertreibung · ↗Überzeichnung  ●  ↗Veräppelung  ugs.
Unterbegriffe
  • Osmanisches Reich (19. Jahrhundert)  ●  kranker Mann am Bosporus  ugs. · kranker Mann von Europa  ugs.
  • Pastiche
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gegenstand Genre Hommage Humor Ironie Parodie Persiflage Satire Witz Zitat aggressiv amüsant augenzwinkernd bissig bitterbös brillant bös frech geistreich gelungen grotesk herrlich inszenieren ironisch subtil wirken witzig wunderbar zynisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Persiflage‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber anders denn als Persiflage kann man das Stück nicht verstehen.
Süddeutsche Zeitung, 22.11.2004
Nein, nein, unernst ist das alles nicht, und es gibt auch drei, vier schöne Persiflagen.
Die Zeit, 12.10.1984, Nr. 42
Weil die Persiflage des Kapitalistenspiels »Monopoly« von einer »bürgerkriegsähnlichen Situation« ausgehe und zu »terroristischem Verhalten« auffordere.
konkret, 1980
Das Gedicht stellte eine Persiflage in der bekannten Manier der Sozialdemokratie auf alles Religiöse dar.
Vossische Zeitung (Abend-Ausgabe), 03.03.1913
Der junge Aristophanes erwarb sich durch Kleons Persiflage in mehreren Stücken Ruhm und Beifall.
Heuß, Alfred: Hellas. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 3876
Zitationshilfe
„Persiflage“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Persiflage>, abgerufen am 16.11.2018.

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